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Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt (1971)

Bibliographic data

fullscreen: Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt (1971)

Structure type:
Periodical
Collection:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Title:
Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt
Subtitle:
Mitteilungsblatt für Familie und Heimatkunde
Place of publication:
Nürnberg
Year of publication:
1958
Publisher:
Preußler

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010077960
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Title:
Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt
Subtitle:
Mitteilungsblatt für Familie und Heimatkunde
Volume,Issue,Number:
1971
Place of publication:
Nürnberg
Year of publication:
1958
Publisher:
Preußler

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Shelfmark:
Z 417
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010077960_1971

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
November 1971
Volume,Issue,Number:
11

Contents

Table of contents

  • Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt
  • Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt (1971)
  • Januar 1971 (1)
  • Februar 1971 (2)
  • März 1971 (3)
  • April 1971 (4)
  • Mai 1971 (5)
  • Juni 1971 (6)
  • Juli/August 1971 (7/8)
  • September 1971 (9)
  • Oktober 1971 (10)
  • November 1971 (11)
  • Dezember 1971 (12)

Full text

stellern mit Arbeitsplatzverlust oder Rückstufung am Arbeitsplatz geantwortet wird, 
daß Landwirte den Hof, nicht anders als zuvor die Vertriebenen, entschädigungslos auf- 
geben müssen, daß Akademiker zur Rückzahlung der Studiengebühren in Höhe bis zu 
9 000,— DM gezwungen werden. ‘ 
Die Landsmannschaft Schlesien sagt Ja zur Verständigung gerade auch mit dem pol- 
nischen Volk, zur Wiedergutmachung für die dem polnischen Volk zugefügten Leiden, zu 
einem modus vivendi zwischen den Völkern und Staaten, aber mit neuem Unrecht kann 
nicht altes Unrecht wieder gut gemacht werden.‘ 
Die Erhaltung und. Stärkung der Freiheit in der Bundesrepublik Deutschland und 
der Zusammenschluß Europas in Freiheit sollten das vorrangige Ziel der Politik für 
Deutschland sein. Jede Schwächung des Vertrauens unserer Bundesgenossen zum freien 
Teil von Deutschland untergräbt die Position der Bundesrepublik Deutschland und er- 
höht die kommunistische Gefahr sowohl im Innern als auch nach außen. 
In Verantwortung für Schlesien als einem unverzichtbaren Teil ganz Deutschlands 
appellieren die Schlesier an die Solidarität des deutschen Volkes und an die Verpflichtung 
von Bundestag und Bundesregierung auf das Wiedervereinigungsgebot des Grundge- 
setzes. Es ist der freiheitlichen deutschen Politik aufgetragen, die Substanz ganz Deutsch- 
lands zu bewahren. Ein neues Miteinander’ der Völker, also auch des deutschen und pol- 
nischen Volkes, kann nur auf einem Frieden beruhen, der das Selbstbestimmungsrecht 
zur: Voraussetzung hat und demokratisch legitimiert wird. Über die Generationen hin- 
weg bleibt der Auftrag aus dem Grundgesetz, die Einheit und Freiheit Deutschlands erst 
noch zu vollenden, ? . 
Diese Erklärung wurde von der Bundesdelegiertenversammlung der Landsmann- 
schaft Schlesien iin Hamburg am 17. Oktober 1971 einstimmig verabschiedet. 
Dem freiheitlichen Rechtsstaat verpflichtet 
Auf einer Kundgebung des Bundes der Vertriebenen bezeichnete BAV-Vizepräsident 
Dr. Herbert Hupka MdB am 26. September 1971 in Salzgitter-Bad die Position der Ver- 
triebenen als „fest im freiheitlichen Rechtsstaat verwurzelt“, weshalb sie sich zur Wehr 
setzen müßten, wenn sie von wem. auch immer in irgendeine radikale Ecke hinein- 
manövriert würden. „Die Vertriebenen sind weder Nationalisten noch Radikalinskis, we- 
der Sektierer noch Illusianisten. Ihr Standort ist, mit einer. Formulierung von Wenzel 
Jaksch ausgedrückt, der einer paftriotischen Mitte.“ Leider fehle in unserem Volk die 
Beherzigung des Wortes, daß einer des anderen Last trage, weshalb die Solidarität all 
derer, die sich um die Zukunft Ost-, Mitteldeutschlands und Berlins Sorgen machten, ein 
Gebot des politischen Anstandes sei, denn es gehe nicht an, diese Sorge immer. nur den 
Betroffenen, ob nun Vertriebene, Flüchtlinge oder Berliner, zu überlassen. „Voraus- 
setzung des gemeinsamen Wirkens für die Einheit und Freiheit ganz Deutschlands ist die 
Sicherung und Festigung unserer Freiheit hier, sowohl im Innern als auch nach außen.“ 
s. u. e&. 
Kostenloser Kindergartenbesuch für Aussiedlerkinder 
Der Minister für Arbeit, Gesundheit und ‚Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, 
Werner Figgen, hat allen der Wohlfahrtspflege angeschlossenen Vereinigungen mitge- 
teilt: Bei den Aussiedlern hat sich ein Problem gezeigt, dessen Lösung im Interesse der 
Chancengleichheit dieser neuen Mitbürger angestrebt werden muß. Viele der ausgesie- 
delten Eltern haben keine deutsche Schule mehr besuchen können und beherrschen — 
da der Gebrauch der deutschen Sprache in den meisten Herkunftsländern, insbesondere 
in Polen, verboten war — die deutsche Sprache nicht. Das trifft auch für die Kinder zu, 
die deshalb dem Unterricht in einer normalen Schule nicht folgen können. Deshalb soll 
den nichtschulpflichtigen Kindern bevorzugt der Besuch von Kindertagesstätten ermög- 
licht werden, um sie mit der deutschen Sprache vertraut machen zu können. Das Land 
Nordrhein-Westfalen ist bereit, die normalerweise von den Eltern dieser Kinder zu zah- 
lenden Elternbeiträge generell für alle Kinder von Spätaussiedlern bis zum Ablauf des
	        

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