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Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt (1969)

Bibliografische Daten

fullscreen: Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt (1969)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt
Untertitel:
Mitteilungsblatt für Familie und Heimatkunde
Publikationsort:
Nürnberg
Veröffentlichungsjahr:
1958
Verlag:
Preußler

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=010077960
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Oberschlesische Heimatblätter ab 1949
Titel:
Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt
Untertitel:
Mitteilungsblatt für Familie und Heimatkunde
Band, Heft, Nummer:
1969
Publikationsort:
Nürnberg
Veröffentlichungsjahr:
1958
Verlag:
Preußler

Physikalischer Standort:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Signatur:
Z 417
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=010077960_1969

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Februar 1969
Band, Heft, Nummer:
2

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt
  • Gleiwitzer - Beuthener - Tarnowitzer Heimatblatt (1969)
  • Januar 1969 (1)
  • Februar 1969 (2)
  • März 1969 (3)
  • April 1969 (4)
  • Mai 1969 (5)
  • Juni 1969 (6)
  • Juli 1969 (7)
  • August 1969 (8)
  • September 1969 (9)
  • Oktober 1969 (10)
  • November 1969 (11)
  • Dezember 1969 (12)

Volltext

Schriftleiter Eberhard v. Zalewski, 425 Bottrop, Gerichtsstraie 20 
Alle Familien-Nachrichten werden‘ k ostenl10s Suchanfragen sind tunlichst zu richten an: 
außer Anzeigen) aufgenommen. ‘ Einsendungen an Heimatkartel für Gleiwitz — Stadt und Land: Stadt- 
Schriftleiter erbeten. Bei allen Einsendungen Heimat- ‚verwaltung Botirop/Westfalen, Rathaus, ‘ 
en TE N Y A SS edingst anzeben. Heimatkartel für Beuthen —- Stadt und Land: Der 
Insendeschlul: Der 25, Jeden Monulal Heimatkreisbetreuer von Beuthen/0S, in 435 Reckling- 
hausen, Hubertusstraße 13. Sprechstunden: Montag bis 
Freitag 8—12 Uhr. 
Heimatkartei für Tarnowitz: Stadtverwaltung Bockum- 
Hövel/Westfalen. . 
Das Gleiwitz-Beuthen-Tarnowitzer Heimatblatt kann bei 
jeder Poststelle bestellt werden, Es erscheint etwa am 
15, jeden Monats. Die vierteljährliche Bezugsgbühr 
beträgt 3,75 DM. 
Unser Anspruch auf Schlesien 
von Dr. Herbert. Hupka 
Wir stehen zu Schlesien. Was bedeutet dieses wir? Selbstverständlich verstehen sich 
unter diesem Wir zuerst die Betroffenen selbst, die vom grausamen Schicksal der Ver- 
treibung Geschlagenen. Aber wäre es an dem, daß unter dem Wir nur die Vertriebenen 
aus Schlesien verstanden werden dürften, hätten «die grimmigen Kritiker recht, die 
Schlesien und ganz Ostdeutschland zur Sache der sogenannten ‚ehemaligen Schlesier, 
Pommern und Ostpreußen degradieren, die Landsmannschaften zu Veteranenvereinen 
stempeln möchten. So wie Berlin, die vielfach bedrohte Hauptstadt ganz Deutschlands, 
nicht nur den Berlinern gehört, und die Sorge um Berlin nicht nur eine Berliner Sorge 
ist, die Sorge also von vier Millionen, so ist auch die Sorge um das Schicksal von Breslau 
und das Tal der.Oder, die Sorge um das oberschlesische Industriegebiet und das Riesen- 
gebirge nicht nur eine Sorge der Breslauer und Glogauer, der Hindenburger und Hirsch- 
berger, sondern die Sorge von'uns allen, soweit wir uns als Deutsche zu unserem Volk 
und seiner Geschichte bekennen, soweit wir Deutschland nicht auf dem Schutthaufen der 
Geschichte untergehen lassen wollen. Nur wenn sich Schlesien eingebettet weiß in die 
Solidarität aller Deutschen, braucht uns um Schlesiens Zukunft nicht bange zu sein. 
Als Demokraten gegen Diktatoren 
So, wie wir uns nicht zur Untreue gegenüber unserer Heimat Schlesien und unserem 
Vaterland Deutschland zwingen lassen wollen, genau So wenig lassen wir uns dazu über- 
reden, Mitläufer der Gewalt zu werden, Wer von uns die Konfirmierung des kommuni- 
stischen Besitzstandes von heute: verlangt, mit welchen ausgeklügelten verbalen Verren- 
kungen auch immer, der unterschätzt unsere demokratische Gesinnung. Als Demokraten 
wollen wir nicht Diktatoren hörig werden. Während Kommunisten in der Tschechoslo- 
wakei um ein wenig Freiheit innerhalb des Kommunismus gerungen haben, um ein, wie 
sie sagten, „menschlicheres Gesicht des Kommunismus“, sollen wir zur gleichen Zeit uns 
bereit finden, die Demokratie zur Dienerin der Diktatur zu erniedrigen. Das ist eine 
völlig mißverstandene Konvergenztheorie. Nicht wir wollen uns der Tyrannis unterwer- 
fen, indem wir uns ihr allmählich anpassen, sondern die Menschen, die unter der Tyran- 
nis leben, bauen darauf, daß sie allmählich mehr Freiheit oder überhaupt erst einen 
Luftzug von Freiheit verspüren. 
Wer Hitler verurteilt, erscheint uns erst dann glaubwürdig, wenn er’nicht bei Braun 
stehen bleibt, weil er offenbar farbenblind ist, sondern auch andere Farben, wie etwa das 
Rot des Kommunismus, in sein Urteilsvermögen miteinbezieht. Aher vielfach erscheint es 
uns so, als dürften wir Hitler zwar. verdammen, hätten aber zur gleichen Zeit Ulbricht. 
Gomulka und Breschnew zu preisen. . 
Die Vertreiber sind die Schuldigen . 
Uns werden auch nicht Anerkennungsmissionare irre machen können. Es sei nicht 
verschwiegen, daß mancher Staatsbürger, gerade aus den Reihen der Vertriebenen, an 
einer gewissen Staatsverdrossenheit leidet, weil er sich angesichts der auf ihn einrie- 
selnden Überredungstiraden von. Leitartikeln und Kommentatoren allmählich in die. Rolle
	        

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