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Unser Oberschlesien (1968)

Bibliographic data

fullscreen: Unser Oberschlesien (1968)

Structure type:
Periodical
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Place of publication:
Frankfurt, M.
Year of publication:
1951
Publisher:
Unser Oberschlesien

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Volume,Issue,Number:
1968
Place of publication:
Görlitz
Year of publication:
1951
Publisher:
Senfkorn-Verl.

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280_1968

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Januar 1968
Volume,Issue,Number:
2

Contents

Table of contents

  • Unser Oberschlesien
  • Unser Oberschlesien (1968)
  • Januar 1968 (1)
  • Januar 1968 (2)
  • Februar 1968 (3)
  • Februar 1968 (4)
  • März 1968 (5)
  • März 1968 (6)
  • April 1968 (7)
  • April 1968 (8)
  • Mai 1968 (9)
  • Mai 1968 (10)
  • Juni 1968 (11)
  • Juni 1968 (12)
  • Juli 1968 (13)
  • Juli 1968 (14)
  • August 1968 (15)
  • August 1968 (16)
  • September 1968 (17)
  • September 1968 (18)
  • Oktober 1968 (19)
  • Oktober 1968 (20)
  • November 1968 (21)
  • November 1968 (22)
  • Dezember 1968 (23)
  • Dezember 1968 (24)

Full text

1Y 6814 D 
Verlagsort Wiesbaden 
m. 
An & ae er Ta u DEE WE Ran \ 
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KA A 8: ar Ka A RL ZUS- SA N . a A N 
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ES NE CA 
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e. V. - Bundesverband } ES TR: 
)ıe Partisanen werden IeCN: 
Bonn/Rhein — 18. Jahrgang — Nr. 2 vom: 18. Januar 1968 
„FIR” fordert Auflösung der Vertriebenenverbüände — Lechowicz möchte sie gern zu 
“illegalen Organisationen” erklärt wissen — Eine Massenkampagne soll dabei helfen 
Kreuzgruppe im Hof des Klosters St. Annaberg 
Gefährliches Schweigen 
Die Oder-Neiße-Frage erfordert klare Stellungnahme 
Fast alle die Botschaften und Gruß- gerade dort geschwiegen worden, wo man 
worte, die von führender politischer Seite nätte laut die Stimme des Protestes ge- 
anläßlich des Jahreswechsels an die deut- - völkerrechtswidrige Annexionen HG 
" z 24 as ie} ; „.. gegen die Massenaustrei 
‚che Öffentlichkeit diesseits und jenseits Ser Politik erheben sollen. 
jer Elbe-Werra-Linie gerichtet ı worden . . z 
ind, wiesen, dies muß leider festgestellt In der Tat sind durch dieses Schweigen 
‚erden, einen Mangel auf, der — täu- Zur Oder-Neiße-Frage _Mißverständnisse 
chen wir uns nicht — von. ganz beson- nahegelegt worden, die in mehrfacher 
jerer politischer - Bedeutung ’ist: Sie Hinsicht ernstlich ins Gewicht fallen — 
chwiegen ‚sich über eine der wichtigster and zwar sowohl auf innen- als auch auf 
uropäischen Fragen aus, nämlich hin- außenpolitischer Ebene, Die Basis für 
ichtlich der Oder-Neiße-Linie. „Und das: solche Mißdeutungen bietet dabei der alt- 
elbe scheint auch in den Arbeitspapieren jekannte Satz, daß derjenige, welcher 
ınd Erklärungen programmatischen Cha: schweigt, wo eine klare Stellungnahme 
akters der Fall zu sein, . welche die vonnöten ist, dem zuzustimmen scheint, 
aıemokratischen Parteien - ausgearbeite! was von anderer, interessierter Seite in 
ı1aben oder vorbereiten; Auch in dieser. der betreffenden Angelegenheit vorge- 
Jokumenten ist, nach ‚dem zu urteilen bracht wird. Es ist beispielsweise nicht 
was von ihrem Inhalt‘ bekanntgeworder verwunderlich, daß in Berichten der pol- 
st, von der Oder-Neiße-Frage als :sol- nischen Presse aus Bonn der Vermutung 
her nicht die‘ Rede. ’ Zwar ist auf An Ausdruck gegeben worden ist, man ne18e 
irage hin betont worden, daß selbstver- in der Bundesrepublik immer mehr der 
ständlich keine Änderung der politischen Ansicht zu, daß die Oder-Neiße-Linie als 
de eat Behufe beabsichtigt sei, 20lnisch-deutsche „Grenze akzeptiert wer- 
a es ist’auch auf bestimmte Textstellen len „müsse“. 
hingewiesen worden, die sich dahingehend Eine solche Interpretation des „amt- 
‚nterpretieren ließen, daß damit das Oder- ıichen Schweigens“ auf deutscher Seite 
Neiße --Problem indirekt. angesprochen ZUr Oder-Neiße-Frage ist nun allerdings 
worden sei. — 'etwa bei ‚Ausführungen dazu angetan, umfassende politische Wei- 
üiber das völkerrechtliche‘ Selbstbestim: terungen gerade in Moskau zu zeitigen: 
mungsprinzip —. aber faktisch ist docr Wenn der Kreml zu der gleichen Ansicht 
-- Tim “x r”ojangen sollte, wie die Polen, daß sich 
= = + y w = in der deutschen Ost-Politik eine "still- 
Bezeichnender Z ıchweigende Zustimmung zur Oder-Neiße- 
WISC en d in u in ‚Grenze“ ausdrücke oder zumindest an- 
x . ründige, so wäre eine weitere Verhärtung 
Sowjetfahne vom Studentenhaus-niedergeholt und entwendet. jer sowjetischen Haltung gegenüber der 
ER Gi £ . . . Ua . - 3Zundesrepublik die logische -Folge. davon. 
(mid) Zu einem’ von der polnischen sich die Sowjets bei der polnischen: Polizeı Denn die Sowjetführung: würde‘ in dem 
Presse verschwiegenen Zwischenfall ist es selbst eine rote. Fahne beschafft‘ und: diese Stillschweigen zum ‚Problem der Oder- 
n der Stadt Lublin gekommen, wo der weithin sichtbar selbst‘ gehißt. Neiße-Linie nur einen weiteren Beweis 
Bezirksrat des polnischen Studentenver- Am nächsten Morgen jedoch war die Jafür erblicken, ‘daß Bonn darauf be- 
jandes erstmalig ein internationales Stu- Sowjetfahne verschwunden, Unbekannte dacht sei, auch Polen in die „diploma- 
Jententreffen veranstaltet hatte, an dem hatten sie eingeholt und entwendet. Auf tische Offensive“: einzubeziehen, die dar- 
ich 48 Studenten und Studentinnen aus- Protest der Sowjetstudenten, die sich be- auf abgestellt sel, die ostmitteleuropä- 
"chließlich aus westeuropäischen Ländern schwerdeführend an ihre Botschaft in War- ıschen Länder der Sowjetmacht zu „ent- 
ind aus den USA beteiligten. Diese Teil- schau wandten, vernahm der polnische iremden“, 
‚ehmer waren in einem Lubliner Studen- Sicherheitsdienst sämtliche polnischen Wie groß die Sorgen Moskaus um die 
enhaus untergebracht worden, das mit Teilnehmer des Studententreffens, aller. Wahrung des Zusammenhalts im Sowjet- 
len Farben der einzelnen Länder be: diings ohne Resultat. Erst einige Tage da- olock sind, geht daraus hervor, daß die 
laggt worden war. ach meldete sich bei der Polizei ein ir Sowjetführung ebenso nachdrücklich wie 
Im gleichen Gebäude einquartiert wur- Lublin tätiger Lehrer aus Oberschle- vergeblich darum bemüht war, Novotny 
len kurz darauf 20 sowjetische Studenten Sien, der zugab, die Sowjetfahne ir in Prag am Ruder zu halten — und daß 
aus Lemberg, die an der Lubliner Univer- leicht angetrunkenem Zustand nieder. %C nicht die zunehmende Verselbständi- 
.ität ein Kurzpraktikum zu absolvierer geholt zu haben, um auf diese Weise geger. gung der rumänischen Politik zu verhin- 
Jatten. Hartnäckig bestanden die Sowjet 138 herausfosdernde Benehmen der sowje- 1672 vermochte, jener Politik Bukarests, 
tudenten auf eine Hissung auch der so- -ischen Studenten zu protestieren, De die nun Sogar in einer Annäherung an 
‚wjetischen Flagge, was zunächst mit Hin- “—ehrer wurde verhaftet. asien re Si 
weis darauf abgelehnt worden war, daß Der genaue Zeitpunkt, zu dem sich die- N 5 SE nn ete 
ie nicht Teilnehmer des internationalen ser Zwischenfall  velgnöte wird in de: en ag ge ArStem 
Studententreffens seien. Daraufhin hatten vorliegenden Berichten nicht angegeben. Zeaktion Moskaus auf alles sein, was in 
Jjer deutschen Politik :auf ein Streben 
ıach einer Umorientierung im Verhältnis 
‚ur Volksrepublik Polen hindeutet. Die 
Folgen machen sich in Form einer Ver- 
;tärkung der Aggressivität der Politik 
Yst-Berlins gegenüber Bonn, aber auch 
in der Haltung des Kremls selbst gegen- 
über der Bundesrepublik bemerkbar. 
(hvp) Der stellvertretende Vorsitzende 
der internationalen „Föderation der Wider- 
standskämpfer“ (FIR), der polnische Mi- 
nister Lechowicz, hat auf der Tagung 
der FIR, die kürzlich in Ost-Berlin statt- 
fand, beantragt und durchgesetzt, daß der 
Hauptvorstand dieser Organisation ehe- 
maliger Partisanen auf internationaler 
Ebene die Forderung auf Auflösung der 
Organisationen der Heimatvertriebenen in 
der Bundesrepublik Deutschland propa: 
gieren wird, Die Vertriebenenorganisa: 
tionen — „Umsiedlerverbände“ genannt — 
sollen zu „illegalen Organisationen“ er 
klärt werden, da ihre Existenz „im wider 
spruch zum Potsdamer Abkommen“ stehe. 
Um dies zu erreichen, will die FIR, wie 
Lechowicz in einem Presse-Interview er- 
klärte, „im Jahre 1968 in allen Länderrt 
Europas eine Massenkampagne durchfüh: 
ren“. Dabei soll die Auflösung der „Um: 
siedierverbände“ zugleich mit dem Ver- 
bot der NPD gefordert werden. 
„Jungmänner-Soldaten” 
Vormilitärische Ausbildung der Jugend 
(hvp) Eine der neben der LOK (Terri- 
toriale Verteidigung), seit neun Jahren 
aktivsten Organisationen in Polen, zur 
Erfassung der Jugend und zur Militari- 
sierung der gesamten Bevölkerung, sind 
die „Freiwilligen Arbeitstrupps“ (OHP) 
des „Verbandes der Sozialistischen Ju- 
gend“ (ZMS) und des „Verbnndes der 
Landjugend“ (ZMW), in denen zur Zeit 
rd. 700 000 Jungen und Mädchen, im Alter 
zwischen 16 und 24 Jahren, tätig sind 
Während es eigentlich das Ziel dieser 
„Freiwilligen Arbeitstrupps“ (OHP) ist, 
‚Aolchen ‚Jungen und Mädchen eine be- 
rufliche Vor- und . Vollausbildung zuteil 
werden zu lassen, die am Wohnort keine 
Möglichkeit haben, einen Beruf zu erler- 
nen, dienen sie indessen gleichzeitig der 
vormilitärischen Ausbildung Iier Jugend, 
[n den zweijährigen sogenannten „Statio- 
nären OHP“ machen die Jungen als 
„Junsmänner-Soldaten“ neben ihrer Be- 
rufsausbildung zu Baufachleuten eine 
militärische Ausbildung im Rahmen der 
‚Territorialen Verteidigung“ (LOK) durch, 
die ihnen hernach als Grundwehrdienst. 
angerechnet wird, 
Warschauer Polemik 
Gegen das „Recht auf Heimat“ 
(hvp) Radio Warschau bestritt in einen 
politischen Kommentar, daß es so etwar 
ein „Recht auf Heimat“ gebe: Dar 
-senannte Heimatrecht“ sei von deut 
sct; nn „Winkeladvokaten ausgedacht“ bzw. 
von „Revisionisten erfunden“ worden, €s 
handele sich um erst „post factum“ — 
d.h. nach erfolgter Vertreibung der ost- 
deutschen Bevölkerung aus ihrer ange- 
stammten Heimat — „geschmiedete pseudo- 
juristische Formeln“, Darauf, daß auch 
in der UN-Charta der Menschenrechte 
„ausdrücklich festgelegt“ ist, daß „jeder- 
mann das Recht haben soll, in sein Land 
zurückzukehren“, ging Radio Warschau 
nicht ein. 
In der Sendung von Radio Warschau 
wurde des weiteren behauptet, das Hei- 
matrecht habe auch politisch „keinen 
Sinn“; „vor allem deshalb, weil ein be- 
deutender Teil der deutschen Bevölkerung 
aus den Gebieten hinter der Oder un“ 
Neiße selbst von dort geflüchtet ist“, wo- 
mit‘ die These ‘aufgestellt wurde, daß 
Flucht vor der Kriegsfurie bzw. Eva- 
cuierung aus Kampfzonen, mit einer‘ end- 
sültigen freiwilligen Abwanderung gleich- 
‚usetzen sei. Des weiteren wurde zum 
Ausdruck gebracht, daß in jedem Falle 
jas Recht auf Heimat erlösche, wenn der- 
enige, der von einer „Umsiedlung“ be- 
.roffen wurde, sterbe; d.h. es wurde 
jetont, daß keine Rechtsansprüche auf 
Viedergutmachung von Massenaustreibun- 
sen mehr erhoben werden könnten, wenn 
lie Vertreibung so lange andauert, bis 
ie Betroffenen verstorben sind. Diese 
Zechtsauffassung“ wurde weiterhin „in- 
erpretiert“, indem behauptet wurde, es 
jei „absurd“, wenn man auch für die 
Jachkommen der „Umsiedler“ irgend- 
velche aus der „Umsiedlung“ erwach- 
ende Rechtsansprüche postuliere. Beson- 
lers scharf wurde es von Radio Warschau 
‚bgelehnt, daß dem deutschen Volke als 
olchem aus der Massenaustreibung eines 
3roßteils der deutschen Bevölkerung 
us der Heimat irgendwelche Rechts 
ınsprüche erwachsen könnten. 
Polnische Absage 
an deutsche Verzichtpolitiker 
'hvp) Eine scharfe Absage an deutsche 
erzichtangebote in der Oder-Neiße- 
“rage erteilte der Führer der „Pax“- 
ıbgeordneten im polnischen Sejm, Pia- 
‚ecki. Unter Bezugnahme. au£ Informa- 
ionen, daß von einem katholischen Kreise 
n Westdeutschland eine Denkschrift zur 
Jder-Neiße-Frage mit gleicher verzicht- 
‚olitischer Tendenz, wie in der Ost-Denk- 
chrift der Evangelischen Kirche in 
j)jeutschland vorbereitet wurde, ‘erklärte 
Nasecki, man habe in Warschau zwar 
‚chon‘ Jange auf eine Änderung der An: 
ichten in: deutschen. katholischen Kreisen 
im Sinne einer Anerkennung der Oder- 
Teiße-Linie) gewartet, aber man müÜSSE 
‚etonen, daß die deutschen Katholiken 
die gesamte politische Haltung unserer 
tegierung zur Deutschland-Frage zu be- 
-ücksichtigen haben“; In Polen bestehe 
kein Zweifel daran, daß die Linie des 
'riedens in Europa, entlang der Grenze 
ler DDR an der Elbe verläuft“. Piaseck: 
‚ehnte also eine isolierte Anerkennung 
ler Oder-Neiße-Linie ab und forderte 
aine Anerkennung der Elbe-Werra-Linie 
Des weiteren brachte der „PAX“-Vor- 
itzende in Übereinstimmung mit Moska' 
um Ausdruck, daß jedwedes „Sonder 
ıngebot“ Bonns an Warschau, die deutsch: 
dolnischen Beziehungen zu regeln, alleir 
ıls „Einmischung“ in die inneren Ange 
'egenheit des Sowjetblocks betrachtet wird 
3jasecki bezeichnete derartige Vorhaben 
3onns als „unaufrichtige Schritte“: „Die 
vestdeutschen Politiker möchten mit den 
;inzelnen Volksdemokratien getrennte 
jespräche über die europäischen Ange- 
agenheiten führen, insbesondere getrennte 
jespräche mit Polen, getrennte Gespräche 
mit der Sowjetunion.“ Demgegenüber sei 
as das „historische Verdienst“ der Regie- 
rungen in Warschau und Moskau, daß sie 
auf diese „verderbliche Taktik“ Bonns 
eine „geduldige“, aber feste Antwort“ er- 
eilt hätten. 
„Bester Exporteur des Jahres“ 
jon — Zum „besten Exporteur des Jah 
es 1966“ wurde die Schuhfabrik in Ott- 
nuth, Kreis Groß-Strehlitz O/S, ge: 
wählt, schreibt die Zeitung „Trybun: 
Jpolska“. Das polnische Außenhandels 
ninisterium belohnte diesen Betrieb mil! 
äiner Prämie von 150000 Zloty. Die Ott- 
muther Schuhfabrik hat im Jahre 1966 
iber eine Million Paar Schuhe in 38 Län- 
der exportiert. Mehr als 800 000 Paar gin: 
zen in „kapitalistische“ Länder. Die wich: 
igsten Abnehmer im Westen waren Eng 
and (485 000 Paar), Kanada (155000), Bel- 
en (44 000), Holland. (36.000) und Schwe- 
len (18 000).. 
Grenzbrücke über die‘ Oder 
jon — Eine neue Grenzbrücke über die 
Jder wurde zwischen. Ruderswald 
Xreis Ratibor; und Oderberg (Tschechei 
ee meldet. die, Zeitung „Glos Szeze- 
„inski“, 
Deutsche Ostexperten zu den Vorgängen in Prag 
„Weiteres Zeichen für eine Umordnung im Sowijetblock“ — Warnung vor optimistischen Erwartungen 
{hvp) In Kreisen westdeutscher Ost+ stische Erwartungen hinsichtlich der der Entwicklungen in der. CSSR und trot. 
‚xperten wird die Ansicht vertreten, daß Deutschland-Frage zu knüpfen“; denn der fortgesetzten Unfreundlichkeiten vor 
Jie Entwicklungen in Prag — wo der eher stehe zu erwarten, „daß die Sowjet- sowjetischer Seite mit Beharrlichkeit dar- 
>arteichef der Tschechei, Antonin No- union nunmehr die Achse Moskau-War- auf hinzuweisen, daß das‘ hauptsächliche 
zotny, durch den Slowaken Alexander schau-Ost-Berlin um so mehr härten‘ Anliegen die Entspannung im Verhältni: 
Jubcek abgelöst wurde, wenn er auch wird“. Zwar sei es „durchaus nicht aus- zwischen Moskau und Bonn ist“. In die: 
rorerst im Amte des Staatspräsidenten geschlossen“, daß. die Prager Politik ge- sem Zusammenhange wurde es begrüß! 
jelassen wurde —, als „eines der deut- genüber der Bundesrepublik vor allem daß — nach den vorliegenden Informa: 
ichsten Symptome einer Umordnung im aus wirtschaftlichen Gründen „vorsichtig tionen — der Bundesaußenminister kürz: 
zowjetblock“ zu werten seien. Man warnt eine Linie der Entspannung einschlagen“ lich vor sowjetischen Journalisten den 
«her davor. daran irmendwelche optimi- werde, aber dies werde wahrscheinlich Wunsch der Bundesregierung nach einer 
‚nur dazu führen, daß der Kurs, den Verbesserung der deutsch-sowjetischen Be- 
Moskau, ‚unterstützt vo" Warschau und ziehungen erneut unterstrichen habe, una 
Ost-Berlin, gegen die Bundesrepublik 1aß unter diesem Gesichtspunkte auch der 
steuert, sich noch mehr verschärft“, versonelle Wechsel in der Botschaft in 
5 n Vorgängen in Prag sei es, st Moskau erfolgen solle,‘ der‘ erforderlich 
ie tern Seen "den N Oet-Bxperter geworden sei, da der bisherige Botschaf 
zeäußert, von besonderer politischer Be- SD Gebhardt von Walther, die Alters 
Jeutung gewesen, daß das Eingreifen des grenze erreicht habe, 
sowjetischen Parteichefs Breschnjew ZU- . . - 
Sunalen von Novotny, die Veränderungen Die „Anerkennungsportei : 
an der Parteispitze in Prag nur verzögert, * nr . nu 
aber nicht verhindert habe. Auch die Ulbricht will sie fördern 
3Zemühungen Ulbrichts, Prag von einer (hvp) Unter Hinweis auf die Neujahrs 
<onstruktiveren Politik gegenüber der ‚nsprache des „Staatsratsvorsitzenden de. 
3Zundesrepublik abzuhalten, -‚erschiene' )DR), Walter Ulbricht, erklärte das Zen: 
ıun „in einem eigentümlichen Lichte ralorgan der SED, „Neues Deutschland“ 
jenn natürlich hat der Staatsratsvorsitt st-Berlin sei nicht nur „bereit, sonder. 
‚ende davon gewußt, was sich in Praf sogar verpflichtet“, die, „Anerkennungs 
zorbereitete“, Aber nach wie vor gelte, partei“ in der Bundesrepublik zu förderr 
Jaß „Maskau den Schlüssel zum Deutsch- ınd zu unterstützen. Das kommunistische 
‚and-Proplem unter Verschluß hält, und Organ ‚behauptete in diesem Zusammen: 
ien Pangerschrank, in dem er sich be- „ange, daß diese „Anerkennungspartei' 
jindet, um so mehr bewachen wird, je ;ogar die Mehrheit der Bevölkerung West. 
ımfassender und nachhaltiger anschei: jeutschlands repräsentiere: Es bezog sick 
aend_ m Selbständigkeitsbestrebun: labei faktisch auf das Ergebnis einer ten- 
zen im Sowjetblock in Erscheinung tre- Jenziösen Befragung von 300 Personer. 
en.“ Allerdings stehe zu.hoffen, daß sic 1urch .das Meinungsforsu, ungsinstitut ir 
Prag in Zukunft „ebenso wie Rumänien‘ \]lensbach, . das im Auftrage des Süd- 
ıicht mehr in vorderster Linie an de westfunks „festgestellt“ hatte, daß meh: 
zegen die‘ Bundesrepublik gerichteten „ls 50 v.H. der Erwachsenen im Bundes: 
Polemik beteiligen werde.‘ ") __ siebiet für eine Anerkennung. der Oder: 
Was die deutsche Ostpolitik anbelange VNeiße-Linie' und der „DDR“ seien. Die 
o erscheine'es — wie weiterhin bemerkt ser Blödsinn wurde bekanntlich längs 
wurde — als „ratsam, gerade angesichts widerlegt!“ 
Alle Oberschlesier 
gehören in die 
Landsmannschaft 
der Oberschlesier! 
Werbt Mitglieder und’ Bezieher 
für unsere. Zeitung! 
——— 
nl 
Aber nicht nur in der Außenpolitik muß 
ich das Schweigen zur Oder-Neiße-Frage 
jachteilig auswirken — zumindest verführt 
1 zu der Ansicht, daß die Deutschen all- 
nählich von ihren Rechtspositionen abge- 
irängt werden könnten —, sondern auch 
_nnenpolitisch. Hier wäre es geradezu 
verhängnisvoll, wenn weitere Kreise der 
westdeutschen Öffentlichkeit zu der irri- 
zen Meinung gelangten, die demokrati- 
schen Parteien ließen es an einer nach- 
Jrücklichen Vertretung lebenswichtiger 
Interessen des deutschen Volkes mangeln, 
ja sie seien mehr und mehr geneigt, allein 
schon propagandistischem Druck von außen 
ıachzugeben. Nichts kann in diesem Zu- 
jammenhange gefährlicher sein als die 
Feststellung“, daß kein mit der Bundes- 
epublik verbündetes Land bereit sei, die 
jeutschen Rechtsansprüche in der Oder- 
Veiße-Frage zu unterstützen. Damit wird 
ıämlich zwangsläufig die Frage aufge- 
worfen, ob alles getan- worden ist, was 
ı1ur möglich war, um die Verbündeten 
1ntsprechend zu unterrichten und auf die 
vahrscheiplichen Auswirkungen eventuel- 
er Unterlassungen hinzuweisen, KEinc 
Da 
n* 
„old 
& 7 ® WE 
Nicht immer schallt es so heraus, wie man in ‘den Wald hineinruf!!
	        

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