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Unser Oberschlesien (1968)

Bibliographic data

fullscreen: Unser Oberschlesien (1968)

Structure type:
Periodical
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Place of publication:
Frankfurt, M.
Year of publication:
1951
Publisher:
Unser Oberschlesien

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Volume,Issue,Number:
1968
Place of publication:
Görlitz
Year of publication:
1951
Publisher:
Senfkorn-Verl.

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280_1968

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
November 1968
Volume,Issue,Number:
21

Contents

Table of contents

  • Unser Oberschlesien
  • Unser Oberschlesien (1968)
  • Januar 1968 (1)
  • Januar 1968 (2)
  • Februar 1968 (3)
  • Februar 1968 (4)
  • März 1968 (5)
  • März 1968 (6)
  • April 1968 (7)
  • April 1968 (8)
  • Mai 1968 (9)
  • Mai 1968 (10)
  • Juni 1968 (11)
  • Juni 1968 (12)
  • Juli 1968 (13)
  • Juli 1968 (14)
  • August 1968 (15)
  • August 1968 (16)
  • September 1968 (17)
  • September 1968 (18)
  • Oktober 1968 (19)
  • Oktober 1968 (20)
  • November 1968 (21)
  • November 1968 (22)
  • Dezember 1968 (23)
  • Dezember 1968 (24)

Full text

Seite 4, Nr. 21 vom 7. November 1968 
ES A a 
ner und Obersc ”. ".. eri_ ıgen waren 
Um so begeisterter waren die einheim{i- 
schen Zuhörer, die den weitaus größten 
Teil des Auditoriums ausmachten. 
Wir alle wünschen unserem großen 
dberschlesischen Komponisten Fritz Lu- 
rich für sein weiteres Schaffen, daß er 
uns noch viele kostbare Perlen seiner 
hohen Kunst schenken möge, deren Nach- 
gestaltung in der Öffentlichkeit jüngeren 
‚Vachfolgern vorbehalten sein wird. 
Victor Tietze 
UNSER OBERSCHLESIEN 
Laudatio auf den Lyriker H. Niekrawietz 
Ir. Alois Maria Kosler würdigte den Träger der Oberschlesischen Kulturpreises 1968 und den „Sänger der Oder“ 
es . astenausgleichs bei 120 Prozent der 
‚ozialhilfesätze liegen; die Unterhaltshilfe 
es Lastenausgleichs bei 120 Prozent der 
jozialhilfesätze liegen; die Unterhalts- 
ilfe müßte also wenigstens im Umfang 
jes Anstiegs des Sozialhilfeniveaus mit 
nsteigen. Der Selbstständigenzuschlag 
ur Unterhaltshilfe ist (in der allein in- 
eressierenden Stufe) seit Juni 1965 nicht 
ngehoben worden. Seit dieser Zeit is! 
jer Lebenshaltungsindex um 5,6 Prozent 
‚eraufgesetzt, und er wird zum 1. Juni 
59 (zu welchem Zeitpunkt allein alle 
ınhebungen in Betracht kommen) über 
echs Prozent erreichen. Eine Erhöhung 
jes Selbständigenzuschlags um 10 DM 
zäre daher nichts anderes als eine fällige 
NPassung. 
Die Obergrenze der Entschädigungsren- 
an ist seit dem 1. Juni 1961 nicht der 
‚ıtwicklung angeglichen worden. Das Le 
enshaltungsniveau stieg seitdem um 
3,3 Prozent. Eine entsprechende Anpas- 
ung der Höchstgrenzen ist angesichts des 
en mehr als fällig. Der Mieteinkünfte 
„eibetrag ist seit dem 1. Juni 1966 un: 
‚erändert geblieben. Der Mietenindex er 
‚öhte sich inzwischen um 16,6 Prozeni 
Jine Anpassung dieses Freibetrags un 
nindestens 10 DM ist daher durchaus ge 
achtfertigt. 
2000 Bilder 
schlesischer Kirchen 
In unserer Ausgabe Nr. 19 vom 10. Ok- 
ber 1968 berichteten wir über die Ver- 
sihung des Oberschlesischen 
(ulturpreises 1968 durch das Land 
lordrhein-Westfalen im „Haus der Wis- 
enschaften“ in Düsseldorf. Träger des 
Iauptpreises war Hans Niekrawiletz, 
rährend Franz Pauli der Förderungs- 
‚reis zuerkannt wurde, , 
Wir veröffentlichen  nachstehen@ (mit 
Jeinen Kürzungen) die Laudatio für 
Jans Niekrawietz, die der Schriftsteller 
ınd Literaturhistoriker, Dr. Alois Maria 
Kosler, München, hielt. Landsmann Dr. 
Kosier führte aus: 
„Wenn wir heute und hier vom Dichter 
Jans Niekrawietz sprechen, so gestatter 
Sie mir bitte, daß ich einige allgemeine 
3emerkungen vorausschicke, nicht um 80- 
-usagen mit Adam und Eva zu beginnen 
sondern um klarzumachen, was den Dich 
ter Hans Niekrawietz ‚auszeichnet. 
Die Stellung des Dichters in der Ge 
sellschaft — so verschieden sie heute in- 
terpretiert wird — ist zu allen Zeiten — 
larin herrscht Übereinstimmung — als 
‚ichtig, nötig, förderlich, im Goetheschen 
iinne als bedeutend angesprochen worden. 
'rühere Zeiten verehrten den Dichter als 
‚ates, als Seher, als einen Menschen mit 
ırophetischem Geist begabt, und rückten 
ın in die Nähe der Götter, machten ihn 
um Freund der Musen, Anderen Zeiten 
rschien er, vom Dämon der Genialität 
edrängt, als ein intuitiver Wahrheitsfin- 
ler, Namengeber und Deuter des Lebens, 
Jnsere Zeit sieht ihn mehr als den Arbei- 
er in der Werkstatt der Sprache, als Ex- 
‚jerimentator mit dem Wort in einem 
‚prach-Labor, auf der Suche nach neuen 
jinnzusammenhängen der Wörter, wenn 
ie aus dem Zwang der Grammatik gelöst 
der befreit sind. 
Immer aber spricht man dem Dichter die 
)ualität des Entdeckers und Erfinders zu. 
ans Niekrawietz jedenfalls verdient 
iese Bezeichnung. 
Die Motivkreise seiner ersten Lyrik- 
ändchen „Strophen von heut“ (1932) und 
Bauern- und Bergmannsgesänge“ (1936) 
raren zwar nicht völlig neu. Die Welt des 
3Zauern und des Industriearbeiters hatten 
chon Dichter vor ihm entdeckt, wurden 
‚on. ihr so fasziniert, daß sie zum Motit 
nd "Thema ihrer Dichtung wurde in der 
„yrik, im Roman, in der Novelle und 
Zrzählung; ich brauche nur einige Namen 
u nennen. um die Entwicklung anzudeu- 
en: von Zolas „Germinal“ über die deut- 
ichen Dichter Carl Hauptmann, Lulu von 
itrauß und Torney, Richard Dehmel, Ger- 
it Engelke, Heinrich Lersch, Karl Bröger, 
losef Winckler, Paul Zech und die aus 
)berschlesien stammenden Dichter Hans 
Aarchwitza, August Scholtis,, Josef Wies- 
alla, Hertha Pohl, Rudolf Fitzek, Paul 
Jabraschka u. a. Hans Niekrawietz hat 
lieses Thema nicht nur variiert, sondern 
ırweitert um die Gestalten des Leib- 
jgenen und des Arbeitslosen. Er hat — 
vie jeder echte Dichter — das Klischee 
nes poesievollen Landlebens, einer Idylle 
les F auerntums, wie sie sich vom 18. Jahr- 
ıundert bis in die Lesebücher unserer 
Zeit fortgeerbt hat, weit hinter sich ge- 
assen. Die Bauern, deren Bild uns seine 
Dichtung überliefert, spüren noch die 
"ron und die Bitterkeit der einstigen Ab- 
ıängigkeit vom großen Grundherrn; sie 
‚püren . die einstige Leibeigenschaft wie 
mmer noch schmerzende Narben in ihrem 
)jenken und Fühlen. Die Bauern in der 
jchtung von Niekrawietz arbeiten schwer, 
ingen mit den Gewalten der Natur, der 
ngunst des Bodens, der Witterung, sie 
nd karg in ihrem Wesen und manchmal 
‚ew "Hätig; sie kämpfen zäh um ein bes- 
eres Dasein. Sie sind sich ihrer Kraft 
jewußt, und der Enkel und Nachfahre 
ıreist. ihre unerschöpfliche Kraft. 
So sind auch die Industriearbeiter ge- 
eichnet: kämpfend mit den Gegebenhei- 
en der Arbeit, als Bergmann mit den Ge- 
salten und Gefahren des Stollens und 
ler Strecke, als Hüttenarbeiter mit denen 
er Hochöfen und Maschinen, aber in der 
= 28 — 
WERBT für ansere Heimatzeitung! 
Ioffnung, ja im Vertrauen auf den Aui- 
;tieg zu einer freieren Existenz: „Ab- 
wärts Kameraden,- sinken wir noch oft, 
yjevor wir steigen.“ Niekrawietz hat mit 
vachem Geist seine Zeit miterlebt; er hat 
wie Hans Marchwitza) die Gestalt des 
ı\rbeitslosen nicht nur gesehen, sondern 
‚urde von ihr als Dichter ergriffen; er 
ıat den Arbeitslosen dichterische Gestalt 
jegeben, dem Menschen, der wirtschaftlich 
ınd, seelisch am Ende und in der Ver- 
‚weiflung vor dem Nichts steht („Ein ar- 
ner Teufel hängt sich auf“ und „Weih- 
‚achten. vor der Stadt“). 
Die Sprache dieser Lyrik gebraucht 
Vorte der Zweck. und Umgangssprache, 
veil die Dinge nicht konventionell ge- 
ehen sind („der Vater ist ausgesteuert 
nd lungert und lumpt. Er hat das letzte 
Irikett verfeuert und geht in die Stadt“) — 
seil Niekrawietz — als echter Dichter — 
‚or der Phrase zurückschreckt, weil es ihm 
ım genaues Verfassen und ehrliches Be- 
‚ennen einer Impression zu .tun ist. Sein 
Ingagement gilt nicht der Propaganda 
iner Ideologie, sondern der Verteidigung 
les Menschen in seiner Würde und Frei- 
ıeit. Und doch entsteht bei aller Scheu 
or Überhöhung des Ausdrucks oder ge- 
ade darum: Dichtung, Sie entsteht, weil 
‚je sprachliche Mitteilung des Gemeinten 
jn Kunstwerk wird durch die Formkrafi 
‚on Rhythmus und Klang der Sprache. 
Jabei entwickeln sich die Formen der Ly- 
ik wie von selbst; sie können ebenso die 
ler gereimten Strophe und die des Sonetts 
nnehmen wie die der Ode, Hymne und 
'eien Rhythmen. 
Ir sieht als Dichter die Ganzheit des 
:bens, das Licht und den Schatten, die 
itterkeit und Süße, die Schwermut und 
{eiterkeit des Daseins. Er vermag Ge- 
ichte von Erntefest und Kirmestanz zu 
‚estalten, von Liebesglück und Liebesleid; 
u seinen schönsten Liebesgedichten ge- 
‚ören zwei, die in Verbindung mit dem 
Zampf um den Annaberg stehen, das eine 
st besonders eindrucksvoll, die „Mädchen- 
lage“ mit dem Anfang: „Mein Muhme 
‚at noch Flachs gesponnen für die wei- 
hen, weißen Hochzeitslinnen ...“. Nie- 
ırawietz preist die Heiterkeit der Ge- 
‘irgslandschaft in den Ostsudeten und in 
lem Beskiden, wir. atmen mit. ihm die 
Veite und Heiterkeit von Frühlings. und 
jommertagen an der Oder. 
As kommt ihm zugute, daß er, der 1896 
n Oppeln als Bauernsohn geboren wurde, 
ım Rande der Stadt, zwischen Stadt und 
Land aufwuchs und an beiden Lebens- 
‚jereichen von Kind auf teilhatte; es 
:ommt ihm zugute, daß er in dem Teile 
)berschlesiens zuhause war, wo viele 
‚einer Landsleute die deutsche und die 
ıolnische Sprache sprechen, als Oberschle- 
er, als preußische und deutsche Staats- 
‚ürger, Für Niekrawietz gibt es keine 
rennenden Schranken im Volkstum der 
n den elementaren Schichten lebenden 
fenschen seiner Heimat. 
Den nachhaltigsten Eindruck empfing 
»r vom Strom seiner Heimat, der Oder. 
in den „Oderliedern“ (1936) betritt 
Viekrawietz dichterisches Neuland, wird 
=” zum großen Entdecker, zum Namen- 
sjeber, zum Schöpfer einer dichterischen 
Velt. Vor ihm hat es keine nennenswerte 
Dichtung gegeben, die ihr Motiv von der 
\derlandschaft erhalten hätte. 
Die Oder galt als eine unpoetische, als 
ine prosaische Dame unter den Flüssen 
Jjeutschlands, Ihre Ufer sind weit, nur 
nfangs hügelig. dann flach; sie werden 
ıicht von das Tal einengenden Bergen 
nit Wäldern oder Weingärten gebildet. 
ärgends schauen Burgruinen als Zeugen 
jewegter geschichtlicher Zeit ins Flußtal, 
1öchstens einmal ein im Grün eines Parks 
ı1albverborgener Landsitz am Oderufer 
Lubowitz), ein mächtiges Kloster (Leubus)- 
A\ber in der landläufigen Vorstellung hatte 
„in Flußtal so ‚romantisch’ auszusehen, wie 
» die Dichter der Romantik entdeckt und 
ıns seine Schönheit bewußt gemacht hat- 
sen: Generationen schauten von der Nek- 
zarbrücke in Heidelberg mit den Augen 
Hölderlins auf den Fuß und auf die 
Berge, fuhren mit Eichendorffs Studenten 
lie Donau hinab, grüßten. die Burgen an 
ler Saale hellem Strande, bewunderten 
Jas Rheintal zwischen Bingen und Ko- 
»äenz und die geföhrliche Schönheit des 
‚oreleifelsens wie Brentano und Heinrich 
Teine, 
Niekrawietz empfand die schlichte 
jchönheit und stille Größe der Oder so 
tark, daß sie ihm zahlreiche Verse ein- 
ab, ein ganzes Buch davon. Er liebte die 
‚astenträgerin Oder, ihre mütterliche 
Craft, ihre Gelassenheit und die schwei- 
‚ende Unbeirrbarkeit ihres Strömens; er 
jebte den weiten und hohen Horizont über 
jer Flußlandschaft und die Ufer mit dem 
Veidengebüsch, mit dem herantretenden 
‚uchen- und Eichenwald, den Reihern am 
fer und den Möven überm Fluß, dem 
Jussard und Habicht am Waldrand; ihn 
‚ezauberte der Glanz der sommerlichen 
velder, mit dem Lerchenwirbel. in der 
Jöhe, und der Heuduft der Wiesen; der 
"uß sprach auch zu ihm, wenn er sich in 
ıerbstliche Nebel verhüllte und im Winter 
eine Oberfläche im Eis erstarrte. Niekra- 
vietz sah die Schleppzüge auf dem Strom 
lahinziehen wie Tausende vor ihm; aber 
an ergriff das Bild der in der Ferne 
'‚erschwindenden Rauchfahnen der Damp- 
ker und des Gefolges ihrer Kähne; es 
veckte Gedanken über die Vergänglich- 
:eit und das ferne Unbekannte, wie an- 
;ere Dichter sie vom Zug der Wolken 
ıder von einem heiteren Himmel jenseits 
ler Berge erhalten. In den 42 Gedichten 
ler Oderlieder, 1936 zum erstenmal erschie- 
ıen, 1949 im 13. bis 15. Tausend neu auf- 
relegt, ist Hans Niekrawietz zum „Sänger 
Jjer Oder“ geworden, um es mit einer 
was altertümlich klingenden Vokabel zu 
‚agen; er ist zum Schöpfer von Gedichten 
‚eworden, in denen das Wesen dieses 
Flusses, die Landschaft, die er durch- 
trömt, und die Menschen, die seine Ufer 
»ewohnen, sprachliche Gestalt gewonnen 
‘aben. 
Zweimal hat Niekrawietz das ganze 
berschlesische Land im Wort seiner Dich- 
ung uns vor Augen gestellt: in der 1935 
um erstenmal gedruckten, 195 in erwei- 
;jerter Form wiederaufgelegten „Kantate 
5/S“, einer Arbeit, die 1930 für den 
Breslauer Hörfunk konzipiert war und 
lie 1932 zunächst eine chorische Auffüh- 
rung bei der schlesischen Kulturwoche in 
Ratibor durch den Schauspieler, Spiellei- 
ler und Volksschullehrer Guido Aage 
\Mnich erlebte; sie wurde später mehrfach 
vertont, von Gerhard Strecke, Rudolf 
Yalaczinsky und teilweise von Fritz Lu- 
»rich und Johannes Rietz. Das andere Mal 
zab Niekrawietz ein Bild oberschlesischen 
Lebens in dem Roman „Der Wind weht 
ton der Oder“ (1961 publiziert), In der 
‚Kantate O/S*“ spiegelt sich das oberschle- 
ische Land von der Oder bei Oppeln bis 
‚um Industrierevier um Beuthen und 
Cattowitz und vom Annaberg bis zu den 
Sudeten und Beskiden um Freiwaldau, 
’eschen, Oderberg und Bielitz. Im Roman 
— er trug ursprünglich den Titel „Die 
)derbauern“ — geht das Geschehen im 
laum von Oppeln vor sich und dehnt 
ich über ganz Oberschlesien aus. Erlebt 
st die Welt am Fluß zwischen Stadt und 
„and von einem heranwachsenden Kna- 
»jen und jungen Mann namens Joa mit 
ıller Schärfe jugendlicher Beobachtung 
ind ungeschminkten ‚Urteils, Das viel- 
ältige Leben Oberschlesiens hat in man- 
nen Kapiteln eine einzigartig lebensvolle 
Jarstellung gefunden (z. B. das Markt- 
nd Geschäftsleben in Oppeln, das nächt- 
iche Industrierevier, der Wallfahrtsort 
Aaria-Hilf bei Zuckmantel, die UÜber- 
chwemmung der Oder, die Bewohner des 
Jderhofs, Chargen des Militärs und der 
chule und so weiter). 
Wir haben heute Anlaß, Hans Niekra- 
ietz wieder zu danken, der Anerkennung 
ınd Ehrung, die ihm schon mehrfach zu- 
eil wurde, eine neue hinzuzufügen. Wir 
lanken dem Dichter der „Strophen von 
ıeut“, der „Bauern- und Bergmanns- 
‚esänge“, dem Sänger der „Oderlieder“, 
lem Kantor der „Kantate O/S“, dem 
ichöpfer der „Östlichen Melodie“, dem Er- 
ähler vom Leben und Schicksal der 
)derbauern. In allen Werken von Hans 
liekrawietz ist die Stimme von Menschen 
ww hören, die aus drückenden Verhältnis- 
‚en zu größerer Freiheit und Würde des 
Jaseins emporstreben. Wir danken dem 
)berschlesier Hans Niekrawietz, der das 
‚and seiner Herkunft so liebt, daß er ihm 
las- unzerstörbare geistige Leben der 
Dichtung geschenkt hat. Auch historisch 
jewordene Kunstwerke behalten ihre 
‚ebendigkeit, wenn sie das Menschsein 
rültig darstellen, wann und wo es sich 
‚uch ereignet haben mag, und wenn sie 
ich nicht in den Aktualitäten des Tages 
'‚erloren haben, mit deren Verblassung 
uch ihre Dichtung verblassen würde. 
)jank dem Meister und Magier der 
„.prache, daß er uns Gestalt und Antlitz 
ınserer alten Heimat im Wort bewahrt 
ıat, Die Quellen seiner Dichtung sind ge- 
viß noch nicht versiegt. Möge ihn unser 
Jank zu neuem Schaffen anregen.“ 
Sozialniveau anpassen! 
Jod, In seiner Haushaltsrede am 16. Ok- 
‚ober beschwor _HBundesfinanzminister 
Strauß das Parlament, keine Wahl- 
geschenke auszuteilen. Zugleich trat er 
jedoch dem Gerede entgegen, daß eine 
soziale Demontage eingesetzt habe, und 
wies darauf hin, daß die Ausgaben fü 
lie Sozialpolitik unverändert an erste: 
Stelle der Bundesaufwendungen stünden. 
In der Tat ist die Bundesrepublik Deutsch- 
land von einem Wohlfahrtsstaat nicht 
nehr weit entfernt; denn sie schießt aus 
jem Bundeshaushalt 11,4 Millionen DM 
von 82 Milliarden DM) für die Sozial- 
versicherung ihrer Bürger zu. Die Posi- 
jon „Soziale Leistungen für Folgen von 
Krieg und politischen Ereignissen“ mit 
3,1 Milliarden DM ist im Verhältnis hier- 
zu jedoch zu gering. Für diejenigen zu 
sorgen, die infolge des Handels des Staa- 
'jes Schäden erlitten, ist jedenfalls eine 
weitaus vorrangigere Bundesaufgabe, als 
die Sozialversicherungen auf einem Niveau 
»berhalb der eigenen Beitragsleistungen 
aufrecht zu erhalten. 
Auch die Vertriebenen respektieren 
3en Grundsatz „keine Wahlgeschenke“, 
Abgesehen davon, daß sie einer Umschich- 
tung im Sozialetat des Bundes in Rich- 
‘tung echter Staatsverpflichtungen das 
Wort reden, sind die jedoch der Meinung, 
laß trotz aller Sparsamkeit unausweich- 
liche Staatsaufgaben und Anpassungen im 
Rahmen der Entwicklung des Preis- und 
Sozialniveaus nicht unterlassen werden 
dürfen. Zu den unausweichlichen Staats- 
aufgaben zählen sie das Flüchtlingslei- 
stungsgesetz und das Reparationsschäden- 
gesetz. Zur zweiten Gruppe rechnen sie 
lie Anpassung der Unterhaltshilfe. Die 
Wohnungsmieten sind seit der letzten 
Jnterhaltshilfeerhöhungen um 9,0 Prozent 
zestiegen, die Aufwendungen für Elektri- 
zität, Gas und Heizung um 9,1 Prozent. 
Wenn demgegenüber die Preise für die 
Nahrungsmittel nicht angestiegen sind, so 
ist das nur ein schwacher Trost. 
Die Fürsorgesätze sind seit der letzten 
Unterhaltshilfeerhöhung nicht unwesent- 
lich gestiegen, und nach den alten Grund- 
sätzen von 1948 soll die Unterhaltshilfe 
Aus einer Mitteilung der Gemeinschaft 
‚vangelischer Schlesier geht hervor, daß 
ss nach der Vertreibung gelungen ist, eine 
jammlung von Ansichten schlesischer Kir- 
hen evangelischen Bekenntnisses zusam- 
nenzutragen. Die Sammlung enthält rd. 
000 Bilder aus 632 Gemeinden. Glanzstücke 
jer Sammlung sind die Bilder der wenigen 
ırhalten gebliebenen Schrotholzkirchen, 
ier Grenz- und Zufluchtskirchen, der drei 
jaach dem 30jährigen Krieg bewilligten 
"riedenskirchen, der 6 Gnadenkirchen, 
deren Bewilligung dem Eintreten des 
ichwedenkönigs Karl XII. zu danken war“. 
Jur weil viele Schlesier in Treue zu ihrer 
<irche Ansichten ihrer Heimatkirchen mit 
n die Fremde nahmen, war es möglich 
liese Sammlung aufzubauen. s.u.e- 
Ehrung für Dr. Gille 
Dr. Alfred Gille, der langjährige Spre- 
her der Ostpreußen, wurde vom Bundes- 
ıräsidenten mit dem Bundesverdienst- 
‚reuz I. Klasse ausgezeichnet. Minister- 
‚räsident Dr. Helmut Le m ke von Schles- 
vig-Holstein, der Dr. Gille im Auftrag 
les Bundespräsidenten die Auszeichnung 
iberreichte, würdigte besonders die Tätig- 
‚eit von Dr. Gille in den Vertriebenen- 
rerbänden und seine nationalen und histo- 
ischen Verdienste. 
Heimatkreis Schwientochlowitz berichtet 
Alle Sendungen an den Leiter der Heimatortskartei Schwientochlowitz O/S, Georg Pospiech, M Göttingen-Weende, 
Herzliche Geburtstagsgrüße! 
Schwientochlowitz 
_ 31 Jahre: 5. 11. 19%8: Katharina Irzik heute 
n Schwientochlowitz, Bahnhofstr. 14; 
80 Jahre: 3, 11. 1968: Karl Sladek heute in 
Hamburg 22, Oeterbeckstr. 40; 23. 11. 1968: 
Dlga Heblik heute in Rheinhausen/Duisburg, 
Beethovenstraße 12; 
79 Jahre: 28. 11. 1968: Gotthard Lohse heute 
in Augsburg, Luitpoldstraße 81; 30. 11. 1968: 
Adelheid Skaletz geb. Gründel heute in 
Oberhausen, Friedrich Karlstr. 34; 
77 Jahre: 5. 11. 1968: Theodor Tamm heute 
n Bitterfeld DDR, Erich Weinertstr. 19; 5. 11. 
968: Wilhelm Winziers heute in Reckling- 
nausen-Süd, Salentinerstr. 315; 6. 11. 1968 
Theodor Kawik heute in Düsseldorf-Gerres: 
ıeim, Schweizerstr. 10; 22. 11. 1968: Natalie 
Zudlek geb. Schydlowski heute in Berlin 
Jermsdorf, Hohenfeldstr. 51; 
76 Jahre: 2. 11. 1968: Josef Wowrek heute in 
FPürth-Bay., Voltastr. 30; 3. 11. 1968: Berta Si- 
mon geb. Klofs heute in Dortmund-Men 
gende, Im Kallensott 1; 27. 11. 1968; Selma Er 
feld geb. Scholz heute in Moers, Mattheck: 
siedlung 72b; 
75 Jahre: 18. 11. 1%8: Maria Scholz geb. 
Skrobol heute in Northeim/Hann., Fried- 
ächstr. 22; 
72 Jahre: 23. 11. 19%8: Hans Quaschniok heute 
In München 54, Weißenböckstr. 2/3; 
71 Jahre: 4. 11. 1968: Helene Rudol geb. 
Wonschik heute in Berlin-Spandau, Goltz. 
;traße 43; 12. 11. 1968: Luide-Elfriede Schlei- 
fer geb. Diedrich heute in Braunlage/Harz, 
3lankenburgstr. 4; 21. 11. 1968: Karl Woitalla, 
heute in Mittweida/Sachsen, Bahnhofstr. 76; 
27. 11. 1968: Emmi Wyderek geb. Laufer, 
heute in Altena/Westf,, Lenestr. 32; 28. 11. 
‚968: Walter Schneidereit, heute in Freising in 
Dbb., Königsfeldstr. 13; 
70 Jahre: 2. 11. 198: Max Nimptsch, heute In 
Euskirchen, Dürenstr. 16; 9. 11. 1968: Else Ry- 
zulla, heute in Salzgitter-Bad, Hertastr. 19; 
]7. 11. 1968: Maria Piela geb. Ohlmann, heute 
in Nürnberg, Ottmarstr. 16; 
69 Jahre: 6. 11. 1968: Willibald Kunert, heute 
in Recklinghausen 511, Feldstr, 46; 20. 11. 1968; 
Maria Stronczek geb. Jarosch, heute in Stu- 
enbrock, Sozialwerk Lippstädterweg 26/F/1; 
68 Jahre: 11. 11. 1968: Konrad Schalla, heute 
In Düsseldorf, Kleverstr. 52; 
67 Jahre: 6. 11. 1968; Angela Zippel geb. 
Przybitzin, heute in Ansbach, Güllstr. 8; 
PT. "11. 1968: Koester geb. Juretiko, heute in 
Braunschweig, Bruderstieg 22; 22. 11. 1968 
Marie Simon geb. Foitzik, heute in Nieder- 
werren, St. Bruno Siedlung 114; 23. 11. 1968 
Elisabeth Janotta, heute in Goslar, Abzucht 
straße 5; 
66 Jahre: 3%. 121. 1968: Max Druzba, heute in 
3erlin-Tegel, Bollestr. 1; 
64 Jahre: 7. 11. 1968: Konrad Polotzek, heute 
ın Fallersleben, Grenzweg 2; 
63 Jahre: 20. 11. 1968: Käthe Barton, heute 
in Hannover, Linsingstr. 58; 20. 11. 1968: Wal. 
ter Kuntze, heute in Wetzlar, Formerstr. 44; 
62 Jahre: 27. 11. 1968: Wendelin Schlensok, 
heute in Korbach, Oststr. 14; 
61 Jahre: 2. 11. 198: Josef Pospiech, heute 
in Coburg, Erfurter Str. 18; 11. 11. 1968: Ger: 
trud Mynarek geb. Zajonz, heute in Fürth 
Kommotauerweg 11; 21. 11, 1968: Lydia Pasch: 
skarnis, heute in Oberheid/Würzhb., Haupt: 
straße 66; * 
60 Jahre: 1. 11. 1968: Hermann Siewers, heute 
In Schaffhausen, Schulstraße 28; 6. 11. 198 
Hans Schalla, heute in Igerheim/Mergent: 
heim; 23. 11. 198: Emilie Pollok geb. Latocha 
heute in Dortmund, Märkischestr. 72; 
59 Jahre: 14. 11, 1968: Artur Kochhut, heute 
n Verdol, Osmeckestr. 7; 24. 11. 1968: Georg 
3ija, heute in Völklingen/Saar, Gerhard: 
straße 102; 29, 11. 1968: Luzie Hohlbaum geb 
Struzek, heute in Burgdorf-Hann.. Königs 
berger Str. 2; 
58 Jahre: 3. 11. 1968: Dorothes Kosmützki, 
heute in Duisburg-Neudorf, Sternbusch- 
weg 202; 22, 11. 1968: Elisabeth Miekarch geb. 
Nottke, heute in Hannover, Theaterstr. 13; 
13. 11. 1968: Luzie Schwierk geb. Settla, heute 
‚:n Mettmann, Laubacher Str. 33; 25. 11. 1968; 
Margarethe Brachatzek geb. Grzyb, heute in 
Schwientochlowitz; 26, 11. 1968: Goni Simon 
zeb, Jerominek, heute in Offenbach, Schill- 
straße 7; 27. 11. 1968: Elisabeth Mielczarek geb. 
zeb. Wodtke, heute in Hannover, Theater- 
straße 13; 
56 Jahre: 15. 11. 1968: Margot Blalas, heute 
In München 13, Schleißheimer Str. 327; 20. 11. 
1968: Georg Michen. heute in Hannover-Ba- 
jensteadt, zruchweg 10/1; 29. 11. 1968: Elisa- 
jeth Pawlik geb. Thomanek, heute in Wei- 
denau/Sieg, Danziger Str. 6; 
55 Jahre: 1. 11. 1968: Margarethe Köhler geb. 
Scholtyssek, heute in Wiesbaden-Biebrich, 
jtraße der Republik 7a; 8. 11. 1968: Luzia 
oeslag geb. Schlonsok, heute in Rheinhau- 
jen, Feldstr. 21; 12. 11. 1968: Arnold Ulfig. 
ıeute in Fallersleben, Nordring 7; 22. 11. 1968: 
\KXred Pelka, heute in Münster/Westf.; 
50 Jahre: 12. 11. 1968: Magda Steiner geb 
Sossna, heute in Berlin-Halensee, Westfäli- 
iche Str. 23; 29. 11. 1968: Gerhard Michalik 
gute in Ingolstadt, Brucknerstr. 3; 
Bismarckhütte 
5 Jahre: 26. 11. 1968: Emil Pierchalla, heut! 
ı Lethmathe, Kampstr. 79; 
74 Jahre: 26. 11. 1968: Alols Wischniewsky 
‚eute in Iserlohn, Thomaskamp 39; 
73 Jahre: 13. 11. 198: Philipine Gawron geb 
Falischek, heute in Wolfsburg, Siemensstr. 2 
3. 11. 1%8: Johann Palluch, heute in Gundel 
ingen/Freiburg; 
72 Jahre: 15. 11. 1968: Paul Kaczmarczyk, 
'eute in Dorsten, Marienstr. 75; 
70 Jahre: 5. 11. 1968: Anna Alker, heute in 
jsseldorf, Plamenstr. 11; 
56 Jahre: 2. 11. 1968: Karl Wypich, heute in 
Jerlan/Alsfeld, Bahnhofstr, 39; 21. 11. 1968: 
Aaria Koppitz geb. Schefflik, heute in 
achen, Rohrmunder Str. 56; 
35 Jahre: 29. 11. 1968: Paul Pinkawa, heute 
‚ Würzburg, Schichtstr. 26; 
34 Jahre: 1. 11. 1968: Gertrud Sosnitza geb. 
mer, heute in Bad Höingen, Kirchstr, 1; 
;3 Jahre: 5. 11. 1968: Melchior Rygulla, heute 
n Wagenreith Kreis Emmerimg; 15. 11. 1968: 
jertrud Kahlert, heute in Essen, Hufeland- 
62 Jahre: 12, 11. 1968: Ruth Irmer, heute in 
ıad Höingen, Kirchstr. 11; 
#1 Jahre: 6. 11. 1968: Josef Sczakiel, heute 
n Wolfsburg, Düsterhoopring 18; 17. 11. 1968; 
Misabeth Maletz geb. Springer, heute in 
tenden/Sauerl., Kolpingstr. 21; 
59 Jahre: 13. 11. 1968: Luzie Richter geb. 
ılinski, heute in Lüdenscheid, Hochstr. 17; 
58 Jahre: 9. 11. 1968: Martha Enders, heute in 
jerlin-Charlottenburg, Kaiser-Friedrich-Str.; 
2. 1%. 1968: Elisabeth Fleischer, heute in Düs- 
'eldorf-Grafenberg, Gellerstr. 16; 
Lipine 
14 Jahre: 12. 11. 1968: Serafin Schloska, 
eute in Misburg/Hann., Das Mühlenfeld 4; 
63 Jahre: 13. 11. 1968: Franz Kapitzka, heute 
ı Frintrop-Essen, Küllenbergfeld 4; 29. 11. 
%8: Karl Nitsche, heute in Neustadt/Pfalz, 
reslauer Str. 16; 
60 Jahre: 11. 11. 1968: Marie Herz geb. Lesch- 
dek, heute in Berlin-Halensee, Lützenstr. 10; 
2. 11. 1968: Adelheid &Gietz geb. Joschko, 
‚eute in Aachen, Eynathenerstr. 61; 18. 11 
68: Elisabeth Angel, heute in Braunschweig, 
ibelungenstr. 4; . 
6 Jahre: 9. 11. 198: Erich Klohs, heute in 
oers, Eichenstr. 77. 
Eintrachthütte ‘ ) 
37 Jahre: 21. 11. 1968: Margarethe Krämer 
eb. Richter, heute in Ensdorf-Saar, Haupt- 
*raße 5: 
Friedenshütte 
1 Jahre: 29. 11. 198: Karl Pospieschczyk, 
‚ute in Lübeck, Rehnaweg 1 b. Prühs; 
0 Jahre: 30. 1l. 1968: Barbara Lentes geb. 
‚dler, heute in Dortmund-Mengende, Kal- 
ıeichweg; 
32 Jahre: 18. 11. 1968: Franz Jeziorski, heute 
Kassel, Rothfelsstr. 8; 
_0 Jahre: 20. 11. 1968: Helene Otremba, 
eute in Bad Harzburg, Herzog Wilhelm- 
:raße 70; 
55 Jahre: 15. 11. 1968: Waldemar Beyermann, 
eute in Leverkusen, Pfeilhofstr. 38; 
Königshütte 
73 Jahre: 27. 11. 1968: Ottilie Preiss geb. 
{acmarczyk, heute in Augsburg-Lechhausen, 
“ohillstr. 4; 
66 Jahre: 9. 11. 1968: Hedwig Palluch, heute 
na Göggingen, Gabelsberger Str. 69; 
55 Jahre: 12, 11. 1968: Albert Pawlitzek, 
ı1eute in Hohwacht/Plön, Schöne Aussicht 1; 
Hohenlinde 
74 Jahre: 15. 11, 1968: Paul Kassner, heute 
n Braunschweig, Fridhoff-Nansenstr. 41; 
64 Jahre: 5. 11. 1968: Emma Hejda geb. 
3öhm, heute in Hamm/West£f, Weide- 
zamp 21 b. Schnapka: 
Godellshütte 
83 Jahre: 29. 11. 1%8: Marie Schmeiduch. 
‚,eute in Oettingen/Bay., Schloßstr. 33; 
Schlesiengrube - 
85 Jahre: 27. 11, 1968: Paul Bednarek, heute 
“ Krefeld, Schillerplatz 7; . : 
83 Jahre: 10. 11. 1968: Marie Cichon geb. 
;chmann, heute in Velbert, Wülfrather 
traße 2—4; 
78 Jahre: 7, 11. 19%8: Rosel Glasowski geb. 
Cohs, heute in Wipperfürth, Lüdenscheider 
*raße 39; 
!3 Jahre: 4. 11. 198; Karl Wrobel, heute ir 
‚ldenburg/Old., Lindenallee 63; 7. 11. 1968 
ohann Kusch, heute in Neuß, Aurinstr. 10: 
2 Jahre: 9. 11. 1968: Artur Skubella, heute 
nu Salzgitter-Bad, Heckenweg 30; 17. 11. 1968: 
'duard Soika, heute in Randesacker!würzb. 
m Jakobsbach 2; 
67 Jahre: 24. 11. 198: Bernhard Wroblowski, 
eute in Lüdenscheid, Honseler Str. 33a; 
56 Jahre: 24. 11. 1968: Leo Gajowski, heute 
* Welzheim, Murrhardter Str, 1; 
63 Jahre: 24. 11. 1968: Elsbeth Fitzner geb 
Wittek, heute in Brillon/West£f., Am Derker- 
tein; 
60 Jahre: 12. 11. 1968: Herbert Gas, heute in 
+heinkamD-Eick, Schillerstr. 27. 
Goldene Hochzeit 
Herr Josef Klossek (84), langjähriger 
Aahaber der Weinhandlung Köppe in 
schwientochlowitz, dann Kasino Falva-Hütte, 
‚uletzt Okonom im Kasino der Bismarck- 
ıütte und seine Ehefrau Martha Klossek (76) 
jeb. Galuschka aus Miechowitz feiern am 
6. 11. 1968 ihre goldene Hochzeit in 4811 
1eppen bei Bielefeld, Lerchenweg. Herz- 
‚hen Glückwunsch! 
Am 27. 9. 1968 wurde Herr Grottfried Rös- 
er aus Bismarckhütte, heute in 4607 
ırambach, Am Freibad 8, 63 Jahre. 
Suchmeldungen 
Wer kennt die heutige Adresse von Frau 
’aula Arndt (Ehefrau des gefallenen Anton 
\rndt geb. 7. 1. 1910) aus Schwientoch- 
owitz, Langestr. 8, oder wer kennt die 
\dresse von Angehörigen der Familie? Mit- 
eilungen an die Heimatortskartei Schwien- 
ochlowitz erbeten. 
Wer hat mit dem Wagenmeister Johann 
£rumpietz in Heydebreck O/’S gearbeli- 
et? Mitteilungen an Frau Florentine Krum- 
xetz. 4072 Wickrath, Weststr. & 
Unsere Toten 
Wie erst jetzt gemeldet wurde, verstart 
ierr Obersteiger Richard Bialas am 236. 12. 
9%7 wenige Tage vor seinem 84. Geburtstag 
n München 13, Schleihsheimer Str. 327, 
Am 25. 8. 1968 verstarb Frau Elisabeth PsSsik 
m Alter von 67 Jahren in Porz/Rh., Auf 
lem Stallberg 13, früher Schwientochlowitz 
Dosstr. 4. 
Am 4. 5. 1%8 verstarb Frau Natalie Dor da 
ichwientochlowitz, Schwarzwaldstr, 1% 
Frau Elisabeth Pelka aus Friedenshütte 
st in 453 Ibbenbüren, Finkenfelder 
Straße 4 verstorhen. 
Dichterlesungen Hans Lipinsky-Gotiers- 
jorf. Der in Köln lebende oberschlesische 
orzähler Hans Lipinsky-Gottersdorf liest 
m November in München, Stuttgart und 
‘Blingen aus seinem neuen Roman „Die 
’rosna-Preußen“. Der Eßlinger Abend 
ird vom Kulturwerk Schlesien in Ver- 
indung mit der Künstlergilde und der 
rolkshochschule veranstaltet. Die anderen 
ıbende werden von Buchhandlungen or- 
:anisiert, 
Der Komponist Herbert. Jarczyk +. Der 
or allem durch seine Filmmusiken be- 
:annte Komponist Herbert Jarczyk ist im 
\lter von 55 Jahren in München gestor- 
‚en. J. ist ein Bruder des in Laurahütte 
YS geborenen Schlagerkomponisten 
Ilichael Jary, Er studierte an der Staat- 
chen Musikhochschule in Berlin in der 
Feisterklasse für Klavier und trat von 
938 bis 1947 als Konzertpianist auf. Er 
vandte sich dann der Komposition zu und 
chrieb für über hundert Spielfilme, 
"ernsehfilme und Hörspiele die Musik. 
jein größter Erfolg wurde die „Pußta-Ro- 
nanze“. Bekannte Sänger interpretierten 
eine Lieder und schlager, so Sari Bara- 
‚as, Heidi Brühl, Belinda, Rudolf Schock, 
zerhard Wendland und Anton de Ridder. 
7 Erkältung, \ 
Aherma.Ischias 
Siedlung für 227 Familien 
Am 19. Oktober wird am Stadtrand von 
Jelde im Kreise Beckum der Grundstein 
ur dritten und bisher größten Siedlung 
ür Spätaussiedler und Sowjetzongen- 
küchtlinge gelegt. Wilhelm. Scheperjans, 
er katholische Pfarrer des Durchgangs- 
agers Friedland, ist der Initiator der 
jedlung. Das Land Nordrhein-Westfalen 
‚.nterstützt das Vorhaben mit erheblichen 
inanziellen Mitteln. Es sollen 127 Sied- 
ungshäuser errichtet werden. 227 Fami- 
jen aus Ost- und Mitteldeutschland wer- 
ıen in der neuen Siedlung ein Zuhause 
inden. Die Mehrzahl von ihnen stammt 
418 Schlesien und Ostpreußen. 8.0.e- 
Sofort spürbare Linderung ‘ [a 
auch bei Unwohlsein, Kopf- u. u” 
Jerven-Schmerzen durch das £) 
\+-awährte Hausmittel 
AN EN 
Karmelitergeist 
in allan Anatlhaken Bn. Dreoaarian
	        

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Unser Oberschlesien. Senfkorn-Verl., 1951.
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