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Unser Oberschlesien (1967)

Bibliographic data

fullscreen: Unser Oberschlesien (1967)

Structure type:
Periodical
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Place of publication:
Frankfurt, M.
Year of publication:
1951
Publisher:
Unser Oberschlesien

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Volume,Issue,Number:
1967
Place of publication:
Görlitz
Year of publication:
1951
Publisher:
Senfkorn-Verl.

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280_1967

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Juni 1967
Volume,Issue,Number:
11

Contents

Table of contents

  • Unser Oberschlesien
  • Unser Oberschlesien (1967)
  • Januar 1967 (1)
  • Januar 1967 (2)
  • Februar 1967 (3)
  • Februar 1967 (4)
  • März 1967 (5)
  • März 1967 (6)
  • April 1967 (7)
  • April 1967 (8)
  • Mai 1967 (9)
  • Mai 1967 (10)
  • Juni 1967 (11)
  • Juni 1967 (12)
  • Juli 1967 (13)
  • Juli 1967 (14)
  • August 1967 (15)
  • August 1967 (16)
  • September 1967 (17)
  • September 1967 (18)
  • Oktober 1967 (19)
  • Oktober 1967 (20)
  • November 1967 (21)
  • November 1967 (22)
  • Dezember 1967 (23)
  • Dezember 1967 (24)

Full text

deite 2, Nr. 11 vom 8. Juni 1967 
Polemik gegen Bonn-Tokio S hi h D { hl | d litik W h LA SE A a 
Jelzf wind. auch. die Japaner „SChIzOphrene DEUISCHIANAPONLN arSCHaUS NT TAN 
„Revanchisten“ . “ aa : JS 
‚hvp) Anläßlich des Besuches des Bun- Durch Polens „Wiedergutmachungsforderungen“ an Bonn deutscher Rechtsstandpunkt anerkannt Sichere dein Heim! 
lesausßenministers Brandt in Japan pole- Westflank 5 a ilitäri ® © 
nisierte die dem sowjetischen Außenamt re D an a WIE 25 oh! m MH Wenn Sie Ihre Urlaubsreise pla- 
ı\ahestehende „Iswestija“ scharf gegen die schen Druck in Vietnam erhöht. Das !St _ "a Ken Sie auch an Haus und Woh- 
apanische Außenpolitik. Insbesondere ad dafür, in welcher starken ty $ 
zurde es Tokio zum Vorwurfe gemacht, osition sich die Sowjetmacht befindet. nung! | 
aß Außenminister Miki bisher „weder Die wichtigste, die entscheidende Frage Jetzt beginnt die Hochsaison der 
.ie Existenz der souveränen DDR er- ıst nun, wie Washington auf diesen dop- Einbrecher! Darum gilt es, recht- 
vähnt noch zur Unantastbarkeit der Gren- jelten Druck reagieren wird, und hier zeitig vorzusorgen, ; 
‚en in Europa Stellung genommen“ habe. nuß leider gesagt werden, daß es ein - 
)aß die Bundesrepublik und Japan sich veiter Schritt ist von der Erkenntnis des _ Kennen Sie die schwachen Stellen Ihres 
A Sina EISEN WE, Beec hen Zusammenbruchs der Utopie einer ameri- Heimes? ; . 
ıätten, gehe au arauf zurück, daß „ein ganisch-sowjetischen „Annäherung“ bis i y 
‚jewisser Teil der in Japan herrschenden ain zu dem Entschluß, energische Besen Der Einbrecher findet sie hestimmt! 
<reise genau So wie die ‚herrschenden naßnahmen zu treffen, die nur in der Sichern Sie alle Zugänge und Fenster, 
Sreise in der Bundesrepublik Gebietsan- /erstärkung des westlichen Bündnisses ‚ermeiden Sie Hinweise auf Ihre Ab- 
prüche an andere Länder stellen“. — Ab- ınd damit auch in der Unterstützung legi- wvesenheit! 
chließend behauptete die „Iswestija“, daß imer Ansprüche der einzelnen Verbün- NA ; 
‚un eine Wiederauflage des „Antikomin- jeten — besonders hinsichtlich der frei- Es gibt viele Möglichkeiten der Siche- 
ernpaktes“ bzw. des Dreier-Paktes von zeitlichen Wiedervereinigung Deutsch- rung: Schlösser — Nachbarschaftshilfe. — 
re in On ——. A N ar be a ands — bestehen können. Alarmanlagen... 
siligung Japans, der Bundesrepublik un! ' 3 ice4 3 ; 4 nn ren A 
ıer USA. Dabei stütze sich Washington ORT Bet SETS Sm Lassen Sie sich von der Kriminalpoli- 
‚auf die westdeutschen Revanchisten und ım Wunschdenken über Entwicklungen zei beraten, aber nicht nach, sondern vor 
are Kollegen in Japan“, m amerikanisch-sowjetischen Verhältnis dem Urlaub! 
» =» a8l iesthält und außerdem geflissentlich alles BU ass 
„De Jure deutsches Gebiet u vermeiden sucht, was nichts anderes - - 
HuF) In einer Stellungnahme zur ;jein würde und müßte als eine Bestä- . 2 
Jder-Neiße-Linie und zur Gültigkeit des ieung, daß man sich gründlich — wie das geteilte Deutschland in den staats- 
Aünchener Abkommens hat der ‚schon oft — über die sowjetische Politik und völkerrechtlich gültigen Grenzen Ee- 
Torsitzende der CSU, Bundesminister jeirrt hat. zeigt werden wird. 
‚»trauß, noch einmal den Standpunkt Denn einen solchen fundamentalen Irr- 
er Union bekräftigt, daß die von Polen ‚um zuzugeben, würde zugleich eine Be- 
‚erwalteten Ostprovinzen deutsche Ge- inträchtigung der Chancen bedeuten, daß 
xiete sind und das Münchener Abkommen lie jetzige amerikanische Regierung die 
iltig zustande gekommen sei. Bundes- -räsidentschaftswahlen des nächsten Jah: 
ninister Strauß erklärte auf Anfrage: ‚es überdauern kann. Bereits jetzt ha 
„Das Münchener Abkommen ist völker- ler frühere Pressechef des Weißen Hau 
echtlich gültig zustande gekommen und zes. Salinger, gewettet, daß Johnson nich. 
:ann deshalb mit Wirkung ex tunc nicht nehr kandidieren ‚werde, In der Tat hal 
nnulliert werden. Zur deutschen Ost- :s den Anschein, daß der künftige Präsi 
;renze vertrete ich unverändert den lent der Vereinigten Staaten — gleich 
standpunkt, daß diese Grenzziehung in vie er heißen wird — vor derselben Auf: 
iner Friedenskonferenz mit einem und abe stehen wird wie Frankreichs Staats- 
reien Deutschland ausgehandelt werden ıräsident de Gaulle hinsichtlich des Alge- 
auß. Bis dahin ist dieses Gebiet jenseits ien-Krieges, der liquidiert wurde, damil 
ler Oder-Neiße de jure deutsches Ge- "rankreich sich voll seiner Rolle als euro- 
jet.“ ;3ische Macht zuwenden konnte. In den 
. ” USA wird bereits jetzt immer nachdrück- 
Anlaß unruhig zu sein... her darauf hingewiesen, daß Europa 
Auf dem Sudetendeutschen Tag in Mün- db doch KOT O DEW, Sa 
hen erklärte der Präsident des Bundes : * 
‚er Vertriebenen, Reinhold Rehs MdB: 
Die Heimatvertriebenen haben von Zeit 
u Zeit Anlaß, unwillig‘' und unruhig zu 
ein über politische Äußerungen, die den 
lindruck erwecken, als seien sie mit all- 
u geringer Sachkunde und mit allzu 
eichter Hand formuliert worden. Zudem 
ibt es mancherlei politische Bastelfreun- 
le, deren theoretische Basteleien sich da- 
‚urch auszeichnen, daß sie zwei entschei- 
‚ende Komponenten außer acht lassen: die 
Mentalität und die politischen Ziele der 
‚olitischen Machthaber auf der anderen 
3eite und die deutschen Heimatvertriebe- 
ven hier Sin reden von ANar Realität ur” 
UNSER OBERSCHLESIEN 
a mn 
Bomben auf Vietnam 
Mit welcher Schärfe der Vietnamkrieg 
zon amerikanischer Seite aus geführt 
wird, ist aus einer Veröffentlichung zu 
;ehen, die unlängst bekannt wurde. . Im 
Monat März 1967 warfen die Amerikaner 
ne Bombenlast von 77000 to ab, das 
waren 12 000 Tonnen mehr als im Vormo- 
nat. Zum Vergleich sei gesagt, daß die 
jJeutsche Luftwaffe während des ganzen 
Krieges von 1939 bis 1945 (einschließlich 
ler V-Waffen) insgesamt 74000 Tonnen 
Bomben auf England abwarf,. Im Monat 
April steigerten die Amerikaner ihre 
Bombenabwürfe auf 86000 to. Hierzu 
ein Vergleich aus dem II. Weltkrieg: Beim 
Hauptbombardement auf Deutschland im 
Tahre 1944 betrug der Monatsdurchschnitt 
jer Bombenlast der US-Luftwaffe : 80 000 
vonnen. Wer damals den Luftkrieg in 
deutschland miterlebte, kann sich ein Bild 
nachen von dem, was sich heute in Viet- 
nam ereignet. 
In diesen Wochen und Monaten voll- 
jjeht sich in Washington ein Wandel in 
‚er allgemeinen Stimmungslage, der — 
venn nicht alles täuscht — dadurch cha- 
'akterisiert ist, daß die Utopie einer ame- 
‚ikanisch-sowjetischen Annäherung lang- 
‚am aber unaufhaltsam zusammenbricht. 
Dies brachte kein anderer zum Ausdruck 
ıls der ständige Vertreter der „New York 
"Äimes“ in der amerikanischen Bundes- 
ıauptstadt, James Reston, der in einem 
3Zericht über die letzte Vietnam-Debatte 
n US-Senat ausführte, man hege im Kon- 
reß die Befürchtung, daß der Präsidemi 
icht mehr in der Lage sei, den Gang deı 
‚olitischen Dinge auf internationaler 
‚bene zu kontrollieren. Nicht nur diejeni- 
‚en amerikanischen Politiker, welche die 
\ußenpolitik der Regierung der Vereinig- 
en Staaten kritisierten, sondern die Re- 
ijerung selbst hätten das Empfinden, daß 
ie sich „in einer Falle“ befänden — und 
nan erhoffe wenigstens eine „Atempause“ 
Gemeint war folgendes: Während in 
ijetnam kein Ende des Krieges abzuse: 
‚en ist — auch dann nicht, wenn eine .um- 
assende Verstärkung der amerikanischen 
/ruppen erfolgt — spielten sich in der 
apanischen See „Zusammenstöße“ zwi: 
chen amerikanischen und sowjetischen 
Sriegsschiffen ab, die zwar glimpflich 
‚erliefen — die Schiffe schrammten an- 
inander entlang —, aus denen aber dock 
ıervorging, daß die Sowjetunion mit al- 
en Mitteln ihre Entschlossenheit demon- 
trieren wollte, die Schiffstransporte mil 
triegsmaterial nach Haiphong fortzuset- 
=n und notfalls durch Begleitzerstörer zu 
Jkortieren. Zum anderen hat ein sowjeti- 
»her Militärattache in Washington ange- 
ündigt, die Sowjetunion werde den Nord- 
jetnamesen Raketen zur Verfügung stel- 
an, die‘ Ziele weit im Süden Süd-Viet- 
ams und auch die vor der Küste operie- 
enden amerikanischen Seestreiitkräfte be- 
ämpfen könnten. Und zu alledem kommt 
‚un noch die Krise im Nahen Osten, hin- 
ar ‚der letztlich Moskau steht, das „offi- 
iös“ erklären ließ, es werde bei einem 
iriege mit Israel Syrien und Ägypten un- 
‚;rstützen. ) 
Nun schrieb James Reston zwar, daß die 
pannung in Nahost „wahrscheinlich nicht 
Anmittelbar mit der Lage in Vietnam in 
‚usammenhang“ stehe; aber eben damit 
urde doch eingeräumt, daß eine „mittel. 
are“ Verbindung eben doch bestehe 
limmt man die außerordentliche Ver- 
chärfung der Agitation des Sowjetblocks 
‚egen die USA hinzu, — die neben der 
'ropaganda gegen die Bundesrepublik 
Jeutschland einhergeht —, so wird klar, 
aß Moskau keineswegs geneigt ist, mit 
Vashington „gemeinsame Sache“ zu ma- 
„en, sondern, daß ‚es dem Kreml viel- 
‚ehr darum zu tun ist, die Vereinigten 
taaten überall in der Welt zu „beschäfti- 
an“ und heraufzufordern — mit dem 
‚el, vornehmlich das Vertrauen der Ver- 
ündeten auf die USA zu erschüttern. Das 
zird nun auch im US-Senat immer klarer 
‚kannt, und deshalb verbreiten sich in 
VNashington — wie Reston berichtete — 
schlimme Ahnungen“. Mit der allgemei- 
en „Wendung zum Besseren“ durch „An- 
.‚äherung Washingfons an Moskau“, wie 
ie insbesondere der hauptsächliche Be- 
ater des State Departments für euro- 
‚äische Fragen, Prof. Zbigniew Brzezinski, 
‚em Präsidenten suggeriert‘ hat, ist‘ es 
äichts. . 
Was eine solche Erkenntnis für die At- 
antische Allianz im allgemeinen und für 
‚je Bundesrepublik Deutschland im be- 
onderen bedeuten mußte, liegt auf der 
[and. Doch ist es nur wenige Tage her, 
aß ein britischer Minister nach der letz- 
an NATO-Tagung in Paris in einem Pres- 
e-Interview erklärte, es sei nur zu be- 
rüßen, daß die Sicherheitsplanung des 
Jündnisses nicht mehr auf die effektiv 
orhandenen Streitkräfte des Sowjetblocks 
bgestellt sei, sondern auf die „Absichten“ 
Aoskaus — die also als „gutwillig“ ein- 
‚eschätzt wurden. Wie es in Wirklichkeit 
ım die Dinge bestellt ist, geht daraus her- 
'or, daß der Kreml] überall in. der Welt 
'nruhe stiftet und daß nicht damit ge- 
achnet werden‘ kann, die Sowjetführung 
‚erde zur Beilegung des Krieges in Viet- 
am beitragen, wohl aber damit, daß Mos: 
au den Krieg „anheizen“ wird. 
Für Europa ergibt sich, daß die Polemik 
ioskaus, Warschaus, Prags und anderer 
atelliten gegen die angeblich „revanchi- 
tische“ Bundesrepublik und dabei beson- 
ers gegen die Heimatvertriebenen durch- 
‚us ernst genommen werden muß: Das 
‚nd nicht nur Worte, sondern hier han- 
elt es sich um eine „Ppsycholögische 
riegsführung“, 'bei der alle Register ge- 
‚gen werden. Moskay verstärkt den po- 
t+ischen Druck an seiner europäischer: 
Jeutschlandkarte „in Arbeit” 
‚In einem Gespräch mit dem Beauftrag- 
en des deutschen Generalkommissars für 
lie Weltausstellung in Montreal, Klaus 
von Mühlen, stellte der Korresponden! 
jer „Welt“ fest, daß Berlin und die Tei- 
ung Deutschlands im deutschen Pavillon 
nur vage apostrophiert“ seien. Der Be- 
ıuftragte räumte ein, daß die deutsche 
Jauptstadt lediglich durch Museums- und 
3autenbilder, Berliner Polizisten, „einen 
‚chönen Berlin-Band und nicht zuletzt 
Jurch das Berlin-Restaurant“ repräsen- 
jert sei. Eine Deutschlandkarte sei erst 
nm Arbeit und solle bis zum 14. Juni, 
ijem Beginn der deutschen Woche, an der 
3undesnräsident Lübke teilnehmen wer- 
le, fertiggestellt sein. - ; 
Der Bund der Vertriebenen hält es füı 
zelbstverständlich, daß auf dieser Karte 
Organ der Landsmannschaft a der Oberschlesier oe. Y, 
Kinzige oberschlesische Zeitung im Bundesgebiet 
Herausgeber: Die Landsmannschaft der 
Oberschlesier e, V., Bundesverband Bonn 
a. Rhein, Kaiserstr. 173 — Verantwortlich für 
den Gesamtinhalt: J. K. Gorzoila in Wies- 
baden, Herausgeber der „Bielitz-Bialer Bes- 
kidenbriefe, der Kreisblätter für Groß- 
Strehlitz, Loben-Guttentag, Rosenberg O/S, 
‚owie des „Königshütter Heimatblattes“, des 
‚Laurahütter Heimatblattes“ des „Tarnowit- 
zer Kreisblattes“ des Hindenburger Heimat- 
briefes“ des „Neuen oberschlesischen. Wan- 
derers“ und der „Oppelner Zeitung”. Erwin 
Shmielorz, Wiesbaden, Wilhelmstr. 42. : 
3chriftleitung : „Unser Oberschlesien“: 
5gon Maschler, Wiesbaden, Wilhelm- 
Yauff-Straße 8, Telefon 433 49. 
Verlag: Druck- und Verlagshaus Chmielorz, 
Wiesbaden, Wilhelmstraße 42, Telefon 3 96 71, 
Fernschreiber: WBN 04-186 648. 
Postscheckkonto: 7490 Frankfurt am Main, 
Druck: Pressehaus Geisel Nachf., Wiesbaden, 
Bahnhofstraße 33. Telefon 3720 81-83, 
‚Unser Oberschlesien“ erscheint zweimal im 
Monat, Bezugspreis beim Bezug im Post- 
zeitungsdienst monatl. 2,20 DM einschließlich 
0 Pf. Beförderungs: und Vermittlungs- 
zebühr im: Streifbandbezug. monatl. 2,20 DM 
Anschließlich Porto und Versandkosten, 
Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 4. — 
Artikel, die mit dem Namen des Verfassers 
der seinen Initialen gezeichnet sind, stellen 
4@ie Meinung des Autors dar, nicht aber un- 
jedingt die Meinung des Verlages und der 
Redaktion. Unverlangt eingesandte Manu- 
‚kripte können. nur zurückgesandt. werden, 
wenn Rückporto beiliegt. Bei Störung durch 
ıöhere Gewalt keine Ersatzansprüche, 
Anzeigenverwaltung beim Verlag In A 
Viesbaden, Wilhelmstraße 42, 
>>> 
Redaktionsschluß für die nächste 
Ausgabe ist der 12. Juni 1967 
Zu Versammlungen und größeren 
zusammenkünften bitte rechtzeitig 
wWerbezeitungen vom Verlag „Unser 
Überschlesien“ in 62 Wiesbaden, Wil- 
heimstraße 42 anfe-Aumr 
eduzieren die Wirklichkeit auf einige 
anen bequeme Ausschnitte. In ihrem Bild 
‚on. der Realität ist nichts enthalten von 
iem ungeheuerlichen Geschehen im deut- 
chen Osten mit 2!/2 Millionen Vertrei- 
yungstoten, über 800000 zwangsver- 
chleppten Zivilisten, mit drei Millionen 
m fremden Volk gewaltsam zurückgehal- 
aınen deutschen Menschen ohne Menschen- 
‚echte. Wir verschweigen vor uns nichts 
‚on dem, was unter Hitler geschehen ist, 
ber wir wollen auch nicht, daß etwas von 
lem verschwiegen wird, was unter Stalin 
ınd seinen Helfern überall im Osten 
Suropas und den Deutschen im Osten ge- 
chehen ist.“ ‘s.,uwe 
R = 
Kumpel-Entlassungen drohen in 0/5 
Schließung angeblich unrentabler Kohlengruben in Oberschlesien 
(db). Bis spätestens Ende 1967 sollen in tegischen‘ Gründen in jedem Falle weite: 
‚berschlesien alle Kohlengruben, die nicht arbeiten sollen, 
nehr den Rentabilitätsforderungen des Als Faustregel. gilt, daß alle Kohlen: 
Ainisteriums der Hütten- und Schwerin- gruben, deren Flöze dünner als 80 cm sind, 
‚ustrie entsprechen, stillgelegt werden. liquidiert werden sollen. Dem Vernehmen 
Im Zuge der dringend nötigen Moderni- nach sollen in den vorgenannten Bezirken 
‚erung aller oberschlesischen Gruben sol- 16 solcher Gruben ’sein, bei denen eine 
en im Hinblick auf die Beschränktheit Modernisierung nicht rentabel sein soll.. 
er Investitionsmittel nur solche Gruben . 4 . 
‚‚odernisiert werden, die eine beachtliche _ Man rechnet in oberschlesischen Berg 
‚rofitsteigerung in der Zukunft verspre- arbeiter-Kreisen mit rund 15000 Entlas 
4en. sungen bis Jahresende. Es wird jedocl 
Schon Anfang 1966 wurde eine Kommis- ‚eitens der Grubenleitungen versichert 
‚on zusammengestellt, die Pläne zur Pro- daß alle Bergarbeiter sofort auf rentable: 
it- und Kapazitätssteigerung des ober- arbeitende Zechen: verlegt. werden soller 
"hlesischen Kohlenbergbaues ausarbeiten 30bald die Schließung der jeweiligen Gru- 
ollte. “ be aktuell wird. 
Es steht für viele oberschlesische Berg- Offenbar hat man sich zu dieser Maß- 
aute zu befürchten, daß die Schließungen ıahme entschlossen, weil mehrere Ab 
‚ahlreich sein werden. Zuerst wird die nehmer die schlechte Qualität vieler polni 
{ommission die Gruben in Kattowitz, scher Kohlelieferungen bemängelten. Aus 
eiwitz, Beuthen, Nikolai und Dr. Dom- Konkurrenzgründen kann man es sich 
)rowka untersuchen. Ausgenommen sind nicht mehr leisten, minderwertige Kohle 
sinige Gruben, die aus sozialen und stra- aus fast abgebauten Stollen zu liefern, 
EEE 
Durchschnittsgeschwindigkeit der Güter- 
üge: 10,5 km/h. In der polnischen Presse 
vurde lebhafte Klage darüber geführt, 
iaß beim Güterverkehr zwischen Ober- 
chlesien und anderen Landesteilen Po- 
ens sowie den übrigen Oder-Neiße-Ge- 
xieten die Geschwindigkeit der Eisen- 
jahnzüge sich auf durchschnittlich 10,5 km 
n der Stunde beläuft. Infolge der Über- 
üllung der Strecken mit rollendem_Ma- 
erial, habe auch nur die geringste Stok- 
tung weitreichende Auswirkungen. Zu- 
veilen benötige ein Güterzug vier, fünf 
der gar sechs Tage, um eine Strecke 
‚on 300 bis 400 km zurückzulegen., 
hier aus erfolgte auch seine Beteiligung zu dem - heranreifte, was seinem Werk 
Der Maler Hans Be mer an der eingangs erwähnten Herbstaus- heute internationale Bedeutung verleiht. 
; ‚tellung 1932 in Beuthen. 1934 war ein pn seiner Kunst paaren sich Elemente 
Ein oberschlesischer Künstler, der Weltruf erlangt hat edeutendes Jahr seiner Entwicklung, da qes Jugendstils mit einer modernen sur 
ırschien in Carlsruhe/Oberschlesien sein „eglistischen Auffassung. Hans Bellmeı 
Mir liegt ein Katalog der Herbstaus- ür verschiedene Buchverlage, besonders 2erühmtes. Werk: „Die Puppe“, auf das 3; ger Erfinder der „Puppe“, die er in 
;tellung 1932 des „Bundes für bildende ür den Malik-Verlag. 1924/25 folgte vir noch eingehen werden. 1934—1938 er- ‚unzähligen Variationen, teils als plastische 
Zunst in Oberschlesien“ im oberschlesi- lann sein erster Aufenthalt in Paris, wo ıelt der Künstler Kontakt mit den Sur- Objekte, teils als gemalte oder gezeich- 
«chen Landesmuseum zu Beuthen O/S ır in den Einflußkreis von Seurat und 'ealisten. 1938 erfolgte dann seine Über- nete Sujets figurierte. 
‚or. Unter den rund 50 Ausstellern fin- ?ascin geriet. 1927 finden wir Hans Bell- siedlung nach Paris, einer Stadt, in der In Bellmers Kunst bedeutet die Puppt 
jen sich die Namen der bekanntesten ner als Werbegraphiker in Berlin. Von sich sein Stil endgültig formen sollte und ein erotisches Symbol, das in seiner spi- 
»berschlesischen Künstler. Darunter ist rituellen, ebenso wie in seiner sinnlichen 
ier damals noch unbekannte Hans Bell- Bedeutung gewertet werden will. Die 
ner, einer unter vielen und noch ohne Suppe ist Spannungsträger vielerlei Be- 
)esondere Note. Wer hätte geahnt, daß uehungen psychologischer und philoso- 
‚ich dieser Maler in den kommenden phischer Art, deren Sinn zu erörtern im 
‚ahrzehnten zu einem Künstler von Welt- Rahmen dieses Artikels zu weit führen 
ang entwickeln würde? — würde. Belilmers Kunst will jedenfalls 
nicht nur mit dem Auge erfaßt werden 
sondern verlangt eine geistige Verarbei: 
ung seitens des Beschauers. — 
Hans Bellmer hat zahlreiche Einzel. 
ıusstellungen in vielen Weltstädten durch- 
geführt, außerdem beteiligte er sich an 
einer Reihe von Gruppen-Ausstellungen, 
u.a. an der Ausstellung „International 
Zxhibition of Surrealism“ in London 193€ 
ınd 1937 in Tokio, ferner an „Idole unc 
Dämonen“ im Museum des 20. Jahrhun: 
Aderts in Wien 1963, an der „Document: 
IJ]I“ 1966 in Kassel und an der Ausstel- 
ung. „Phantastische Kunst“ 1966 in Bern 
— An all diesen Ausstellungen war eı 
‚lseinziger Oberschlesier ver 
‚reten. In diesem Frühjahr hat die Kest: 
21er - Gesellschaft in Hannover eine um: 
fassende Retrospektive seines bisherigen 
Schaffens veranstaltet, gleichzeitig hat dit 
Salerie Brusberg in Hannover Druck: 
zraphik des Künstlers ausgestellt. Ein 
zrößeres biographisches Werk über Hans 
3ellmer, der heute etwa die gleiche Be- 
deutung für die Weltkunst aufweist wie 
gegen Ende des vorigen Jahrhunderts 
3er Wiener Gustav. Klimt oder der Eng 
länder Aubrey Beardsley, ist in Vorbe 
veitung. Willy Heie 
Neue Bücher 
Neue Literatur der Franckh’schen Ver- 
‚agshandlung Stuttgart. Lok-Magazin Heft 23, 
April 1967 herausgegeben von Karl-Ernst 
Maedel, 80 Seiten mit zahlreichen . Photos: 
DM 5,80. 
Auch dieses 23. Heft ist eine Überraschung 
7ür alle Eisenbahnfreunde, Gleich das 1. 
3ild zeigt die imposante 23. Baureihe und 
Art der ehem, preußischen Personenzußg- 
und Schnellzuglok. Ohrenbetäubendes Zi- 
schen der abblasenden Sicherheitsventile 
zZlaubt man in der Tat zu hören beim An- 
blick dieses beeindruckenden Bildes, Dage- 
gen nimmt sich fast wie ein Spielzeug die 
auf der 1. Umschlagseite gezeigte Tender- 
lok der Baureihe 82 mit einigen Eilzugwa- 
gen aus. Es ist in der Tat sehr angebracht, 
daß Verlag und Verfasser Karl Ernst Mae- 
del dem vielfachen Zeichner der Bilder die- 
zer Hefte einen längeren Gedenkartikel 
zum 70. Geburtstag bringen. Also auch die 
alten Eisenbahner und Eisenbahnliebhaber 
sind hier nicht vergessen. Das Heft selbst 
aringt wieder eine Reihe von epochalen 
Artikeln und Bilder in künstlerischer Sicht. 
As sei uns verstattet, nur auf einige Werke 
nier hinzuweisen wie u. a. „Türkische Im- 
aressionen“ mit einem imposanten Blick 
iber den Bahnhof Haydar Pascha, in dem 
ijerade ein P-Zug mit einer Lok, ähnlich 
ınserer T 18, einfährt. Weitergehend - fin- 
ien wir Bilder mit 2achsigen T-Loks, wie 
ie heute nur noch gelegentlich auf Indu- 
_triegelände ihren Dienst tun. Nicht minder 
ınteressant der Aufsatz „Valencianische Im- 
ressionen“ mit sehr eindrucksvollen Bil- 
lern der breitspurigen Loks, gewaltige Un- 
jeheuer des Dampfes! (vgl. vor allem die 
Lok auf S. 35 unten) Interessant ferner der 
Bericht über die „Zuggeschwindigkeiten in 
Jeutschland“. Eine Würdigung des Eisen- 
ahnfachmanns Emil Kessler zu seinem 100. 
Jodestag, der einen interessanten Einblick 
mn das Werden und den Wert der Lok- 
Fabrik Eßlingen gewährt, zeigt deutsches 
Können auch auf diesem Gebiet. Zine un- 
zarische 1 — B-Lok in Plattlings abgestellt, 
wird gewiß noch manchem Älteren unter 
uns bekannt sein. Alles in allem: auch dieses 
Jeft ein wertvoller Beitrag für alle Eisen- 
„ahnfreunde. 
Josef Mosler, Hannover 
Werfen wir einen kurzen Blick auf sei- 
‚en Entwicklungsgang, der in vieler Hin- 
icht recht aufschlußreich ist. Bellmer 
vurde am 13. 3. 1902 in Kattowitz 
‚jeboren. Schon früh galt sein Interesse 
ler bildenden Kunst, besonders dem grä- 
»hischen Werk von Max Klinger, Aubrey 
3Zeardsley und Toulouse-Lautrec. Jedoch 
vurde er von seinem Vater gezwungen, 
jinen amusischen Lebensweg einzuschla- 
‚en und einen technischen Beruf zu er- 
reifen. Aber die Arbeit in der ober- 
‚chlesischen Stahlerzeugung und im Koh- 
‚enbergbau konnten den jungen Bellmer 
ıicht befriedigen. Die Neigung zur Kunst 
;»rach in ihm immer wieder durch. 1922 
)Xis 1923 veranstaltete er eine Ausstellung 
‚on Gouasch-Zeichnungen, die ihm eine 
Jerhaftung durch die polnische Polizei 
inbrachte. 1923 besuchte er auf Wunsch 
les Vaters die Technische Hochschule in 
3erlin. Aber gerade hier wurde er von 
jer Technik mehr abgelenkt als zu ihr 
ıingeleitet, denn in Berlin nahm er Kon- 
akte mit George Gross, John Hartfield 
nd Rudolf Schlichter auf, die ihn stark 
‚eeinflußten. 1924 entschloß er sich end- 
ich zu der Aufgabe des technischen Stu- 
‚iums und betätigte sich als Graphiker
	        

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Unser Oberschlesien. Senfkorn-Verl., 1951.
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