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Unser Oberschlesien (1967)

Bibliographic data

fullscreen: Unser Oberschlesien (1967)

Structure type:
Periodical
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Place of publication:
Frankfurt, M.
Year of publication:
1951
Publisher:
Unser Oberschlesien

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Landsmannschaft der Oberschlesier
Title:
Unser Oberschlesien
Subtitle:
Organ der Landsmannschaft der Oberschlesier e.V., Bundesverband Bonn, Rh.
Volume,Issue,Number:
1967
Place of publication:
Görlitz
Year of publication:
1951
Publisher:
Senfkorn-Verl.

Physical location:
Bibliothek der Stiftung Haus Oberschlesien, Ratingen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=010038280_1967

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Februar 1967
Volume,Issue,Number:
3

Contents

Table of contents

  • Unser Oberschlesien
  • Unser Oberschlesien (1967)
  • Januar 1967 (1)
  • Januar 1967 (2)
  • Februar 1967 (3)
  • Februar 1967 (4)
  • März 1967 (5)
  • März 1967 (6)
  • April 1967 (7)
  • April 1967 (8)
  • Mai 1967 (9)
  • Mai 1967 (10)
  • Juni 1967 (11)
  • Juni 1967 (12)
  • Juli 1967 (13)
  • Juli 1967 (14)
  • August 1967 (15)
  • August 1967 (16)
  • September 1967 (17)
  • September 1967 (18)
  • Oktober 1967 (19)
  • Oktober 1967 (20)
  • November 1967 (21)
  • November 1967 (22)
  • Dezember 1967 (23)
  • Dezember 1967 (24)

Full text

Seite 2, Nr. 3 vom 2. Februar 1967 
locks helfen, welche Unterstützung sick 
n doppelter Hinsicht ausprägen dürfte 
Zunächst gilt es, dem Kreml klarzuma- 
hen, daß alle deutschen Bemühungen ur 
Kontakte — auch die diplomatischen Be- 
ziehungen — zu ostmitteleuropäischer 
Ländern wie etwa Rumänien keinen anti- 
;owjetischen Akzent tragen, und zum an- 
leren müssen eventuelle nachteilige Aus- 
wirkungen solcher Maßnahmen auf die 
westliche und „blockfreie“ Welt nach Mög- 
ichkeit abgefangen werden, Das heißt, 
daß Frankreich den Alleinvertretungsan- 
;pruch der Bundesrepublik nachhaltig un- 
erstützen wird. ; 
In diesen Zusammenhang gehört die 
Dder-Neiße-Frage. Wie bekannt gewor- 
len ist, wurde diese Problematik bei den 
Gesprächen in Paris kaum erörtert, Von 
Jjeutscher Seite wurde allein beiläufig er- 
wähnt, daß sich hier kein Hindernis für 
jen ostpolitischen Kurs. Bonns ergebe. Das 
St ein ausgewähltes Beispiel der Fähig- 
:eit, schwierige Probleme zu umschreiben 
— und zur Seite zu stellen, bis sich gün- 
tigere Aspekte ergeben, Unstrittig ist je- 
och, daß de Gaulle nicht die Frage der 
ınerkennung der Oder-Neiße-Linie auf- 
‚eworfen hat. Mehr braucht dazu jetz! 
ıicht gesagt zu werden: Warschau stehi 
m Rahmen der Bemühungen um eine 
7erbesserung des Verhältnisses zu Ost- 
‚uropa jedenfalls nicht an erster Stelle 
nehr, dazu sind die sowjetischen Interes- 
;jen im Weichsel-Raume auch zu Ooffen- 
zundig. . 
Noch vieles andere mehr stand auf dem 
?rogramm der Pariser Gespräche — man 
venke nur an die Kooperation auf tech- 
ı1o0logischem Gebiete wie auf dem Felde 
ter friedlichen. Nutzung der Atomenergie 
—, und überall hat sich ein Neubeginn ge- 
zeigt, Es ist in der Tat ein neuer Anfang 
ür Deutschland, für Frankreich und für 
zanz Europa, 
Dr. Erich Janke 
Anti-Mao-Kampagne Moskaus 
Das Spiel des Kremls um China ist vorerst gescheitert 
In den letzten Wochen war die eigen- 
‚ümliche Erscheinung zu beobachten, daß 
licht nur Moskau, Prag und: Belgrad die 
westliche Öffentlichkeit mit Nachrichten 
iber den „Machtkampf in China“ über- 
schütteten, sondern daß auch Peking selbst 
seine Kanäle nach Japan und Honkonzs 
hin benutzte, um den Eindruck zu erwek- 
ken, es herrsche im roten „Reich der Mit: 
te“ sozusagen ein völliges Durcheinander 
Sieht man von den zahlreichen — gewöhn. 
lich wenige Tage später schon „überhol 
ten“ — Informationen über Ausschreitun- 
zen der „Roten Garden“ Mao-Tse-tungs 
ab, blieb doch übrig, daß tatsächlich eine 
janze Gruppe bisher führender Politiker 
ler Kommunistischen Partei Chinas — 
repräsentiert vor allem dureh den Staats- 
aräsidenten Liu Tschao-Tschi ‚— mehr 
ier weniger „entmachtet“ worden ist, ja 
daß überhaupt die ganze Partei gegen- 
iber der neuen Massenorganisation der 
Roten Garden“ in den Hintergrund ge- 
lrückt wurde, was gleichermaßen für die 
Gewerkschaften gelten dürfte. Als ent- 
;cheidender Faktor hat sich die „Volks- 
Jefreiungsarmee“ herausgestellt: Als sie 
zur Stellungnahme aufgefordert wurde, 
wurde der „Sieg“ der „maotischen“ Kräfte 
-.n der Volksrepublik China, angekündigt, 
obwohl an einem solchen Ergebnis der von 
Mao selbst und seinem designierten Nach- 
folger Verteidigungsminister Lin Piao be- 
iriebenen Aktion von vornherein kein 
Zweifel bestand. 
Was sich in China vollzogen hat — und 
weiterhin ereignet — ist nun tatsächlich 
von unermeßlicher Bedeutung für die ge- 
jamte politische Entwicklung in der Welt, 
vor allem auch für die Vereinigten Staa- 
;jen und für Europa. Denn so viel ist be- 
t:eits zu erkennen: Mao Tse-tung ist es 
zelungen, diejenigen politischen Elemente 
auszuschalten, die — angesichts. des zu- 
ıehmenden militärischen Drucks der Ver- 
»inigten Staaten in Vietnam -— für eine 
Annäherung Pekings an‘ Moskau eintra- 
‚en, Es. waren dies jene mehr. „internatio- 
ıalistisch“ eingestellten. chinesischen Poli- 
tiker,‘ die bereit wären, der vom Kreml 
zusgegebenen Parole $u felgen, wonach 
x nun „Pflicht“ eines jeden kommunisti- 
chen Landes und des gesamten „soziali- 
tischen Lagers“ sei, Nord-Vietnam und 
äe Vietcong-Partisanen in Süd-Vietnam 
nilitärisch zu unterstützen. Noch waren 
Jämlich die Erinnerungen an den Korea- 
Srieg lebendig, in dem das Erscheinen der 
hinesischen „Freiwilligen“ auf dem 
ichauplatz die Niederlage Nord-Korear 
‚erhinderte, Es war durchaus begreiflich 
laß sich auch in der Führung der KPCH 
lie Auffassung verbreitete, ein entspre- 
hendes Eingreifen chinesischer Truppen- 
nassen in Vietnam werde wiederum zu 
nem großen Erfolg gegenüber den USA 
ınd ihren Verbündeten führen, wenn nur 
.ichergestellt werde, daß Moskau seiner- 
'eits eine Art „atomare Garantie“ für 
"“hina verkünde, 
Mao hat nun aber offensichtlich klar er- 
zannt, daß ein unmittelbares bewaffne- 
‚es Eingreifen Chinas in Südostasien ge: 
ıau das gezeitigt haben würde, was Mos- 
:au anstrebte; Einen mindestens dreißig- 
ährigen Krieg zwischen den USA und 
ler riesigen Volksrepublik mit dem vor- 
ıussehbaren Ergebnis, daß das im Aus- 
>au befindliche industrielle und atomare 
>otential Chinas von den amerikanischen 
„uftstreitkräften in Grund und Boder 
ljestampft werden würde, und mit dem 
veiteren Resultat, daß Peking zwangsläu- 
ig immer mehr zum Satelliten Moskaus 
jeworden wäre, Deshalb griff der Partei- 
hef ein, der die Gefahr erblickte, daß 
7hina letztlich nur für Moskau die Ka- 
;‚tanien aus dem Feuer holen sollte und 
las unermeßliche Risiko lief, infolgedes- 
en zu einer zweit- und drittrangiger 
TIacht herabgedrückt zu werden, 
Vom Westen — von den USA und von 
yuropa her — gesehen, ist es von ganz 
Jesonderem Gewichte, daß es Mao ge 
ungen ist, durch spektakuläre Inszenie- 
ung und .Hervorhebung der Aktion der 
Roten -Garden“ bzw. der „inneren Wir- 
en“ in der Volksrepublik den „Großer 
Krieg“ zwischen China und den Vereinig 
‚en: Staaten“ zu. verhindern (indem; €! 
sleichzeitig vermied, daß Peking im Welt. 
tsommunismus sein „Gesicht“ “als „revo: 
ufionäre Kraft“ verlor). Wenn es näm- 
ich zu diesem. „Großen Kriege“ gekom- 
nen‘ wäre —" oder noch kommen würde 
— wäre die Bindung der USA in Fernost 
ootal und’ zeitlich unbegrenzt, die Sowjet- 
nacht würde beide Rivalen — die im 
Xampfe gegeneinander sich immer mehr 
ähmen und verzehren würden -— faktisch 
‚erlieren und damit in der Lage sein, in 
luropa spielend jene Ziele der politischen 
ind eventuell. sogar auch militärischen 
ı»roberung zu erreichen, die sich Moskau 
‚on jeher gesetzt hat, Kurzum: Es läßt 
ich sehr wohl die These vertreten, daß 
'ben wegen des Eingreifens Mao Tse- 
ungs eine außerordentliche, ja entschei- 
lende Verstärkung der Position Moskaus 
n der Welt — und zwar sowohl gegen- 
ber den USA und gegenüber China 
jelbst, vor allem aber gegenüber West- 
zuropa — bis auf weiteres abgedämm! 
vorder ist. 
Das aber ist zugleich der Hintergrund 
1afür, daß in der Sowjetunion selbst, vor 
ıllem auch in der Sowjetarmee große 
/ersammlungen einberufen worden sind, 
‚af denen die Möglichkeit einer bewaffne- 
en Auseinandersetzung mit China an die 
Vand gemalt wurde, wie denn auch kein 
nderer als der sowjetische Ministerprä- 
ident Kossygin nach Wladiwostok reiste 
Warnung vor Vorlei-tungen 
n der in Hamburg * erscheinenden 
‚Welt“ wird vor politischen Vorleistungen 
der Bundesrepublik an das Sowjetzonen- 
Regime gewarnt: 
„Es legt eine immer länger werdende 
Dpferliste unserer gesamtdeutschen Ge- 
jundbeter vor, auf der genau verzeichnet 
’st, was wir alles weggeben könnten, ohne 
laß die Gegenleistungen,. die wir dafür 
erwarten, spezifiziert sind. Es werden (in- 
>ffiziell bisher) angeboten: Gespräche auf 
Vinisterebene, Anerkennung. der Oder- 
Veiße-Linie, Verschrottung der Hallstein. 
Joktrin, eine Preisgabe der .Formel vor 
Jer Nichteinigung über Amts. und Orts- 
nezeichnungen bei künftigen Passier- 
schein-Vereinbarungen, ein Verzicht auf 
Mitbestimmung bei der Atomstrategie der 
NATO und nicht zuletzt Milliardenkredite 
:ür die SED-Wirtschaft, Erbeten werden 
lafür sehr pauschal ‚menschliche Erleich- 
;jerungen für unsere Landsleute‘ drüben. 
Zs ist zwar vorstellbar, daß wir hinter 
lem Schutzbild einer generellen Nicht- 
ınerkennungserklärung einiges. von alle- 
lem leisten, aber dann nur. Zug um Zug! 
Diese politische Währung muß von An- 
lang an stabil gehalten werden “ 
— UNSER OBERSCHLESIEN 
nz zZ 
e ® ® i ® ” 
Liegen Leipzig und Dresden in Ostdeutschland? 
Schlechte Geographiekenntnisse beim Bayerischen Rundfunk 
;icht,. daB der Bayerische Rundfunk als 
Zörperschaft des Öffentlichen Rechts ge- 
‚alten ist, sich nach den Regelungen zu 
ichten, die die zuständigen Ministerien 
zw. der Bundestag und die in ihm ver- 
ıretenen Parteien getroffen haben, Ich 
spreche im Namen meines Bekannten- und 
*reundeskreises, wenn ich Sie bitte, die 
Zone fortan wieder als solche oder als 
Zitteldeutschland zu bezeichnen.“ 
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, viel. 
eicht nur noch der Rat, doch einmal einen 
ichulatlas zur Hand zu nehmen; damit 
‚uch die Nachrichtenredaktion des Baye- 
:ischen. Rundfunks den Unterschied zwi- 
ıchen Mittel- und Ostdeutschland schwarz 
uf weiß zur Kenntnis nehmen kann. 
r. u. f 
Die Presse meldete aus dem 
deutschen Osten 
Vor 50 Jahren: 
Breslau, 4, Februar 1917: Generaloberst 
7zon Woyrsch feiert seinen 70. Geburtstag. 
ir wurde zu Beginn des Krieges als 
Kommandeur des Schlesischen Landwehr. 
corps einer der volkstümlichsten Heer- 
ührer der Ostfront. Der Generaloberst 
st Träger. des sehr selten verliehenen 
Sichenlaubs zum Pour le merite. (Der 
‚Alte Woyrsch“ wurde späterhin Gene- 
ralfeldmarschall und Oberbefehlshaber 
einer Heeresgruppe, Anm. a. Red.) 
Vor 40 Jahren: ' 
Kattowitz, 15. Februar 1927: Bei den 
Wiederholungswahlen in Kochtschütz, bei 
Lublinitz bekamen die Deutschen 468, die 
Polen dagegen nur 238 Stimmen, obwohl 
sie vor der Wahl Speck und Schinken an 
lie Wahlberechtigten verteilt hatten. 
ım auch dort zur „Wachsamkeit“ gegen 
iber dem chinesischen Nachbarn aufzu- 
‚ufen. Interessanterweise wurden auch 
vestliche Pressekorrespondenten einge- 
ıend über die Anti-Mao-Kampagne Mos- 
‚aus unterrichtet: Es liegt dem Kreml 
‚weifelsohne viel daran, in den USA den 
lindruck zu erwecken, als könne 
Vashingtan eventuell sogar mit einer So- 
vjetischen Unterstützung rechnen, wenn 
lie. USA gegen China losschlagen wür- 
len: Da Peking nicht den „Großen Krieg“ 
nit den USA haben will, soll Washingtor 
ılı anfangen. 
Doch man geht wohl nicht fehl in der 
ıninahme, daß auch die USA sich hüten 
verden, ein solches unermeßliches Risiko 
‚u laufen, also die. Rolle zu spielen, die 
jer ‚Kreml suggeriert. Es war sehr be- 
‚eichnend, daß die „New York Times‘ 
lieser Tage nachdrücklich vor jedem Ver- 
‚üche gewarnt hat, die Lage in China aus. 
‚unutzen, womit Moskau sogar direkt an- 
zesprochen wurde, aber auch bestimmte 
»olitische Gruppen in den USA selbst ge- 
neint waren. Und das State Department 
ıat eben in diesem Zusammenhange un- 
erstrichen, daß die USA eine Invasion 
les chinesischen Fesilandes von Formosa 
ıer ‚nicht zulassen werden, 
Das ist kluge Politik, die allerdings 
eider bisher nur partiell praktiziert wird. 
Is wäre jedenfalls zweckmäßig, wenn man 
m gleichen Sinne darauf bedacht wäre, 
‚uch sonst alles zu verhindern und zu ver- 
neiden, was letzlich.zu einer relativen 
/erstärkung der Sowjetmacht gegenüber 
lem freien Teil Europas führen könnte. 
is-handelH sich vornehmlich um den sog. 
Atomstoppvertrag“, der doch das Über- 
‚jewicht: Moskaus gegenüber den anderen 
Zuropäern faktisch auf alle Zeit sicher- 
‚tellen würde, Man sollte in Washington 
ıiemals außer Betracht. lassen, daß der 
<reml dann, wenn er erst einmal diesen 
Jertrag in der Tasche hat, seine Aufmerk. 
‚amkeit weit mehr noch als bisher dem 
‚üdostasiatischen Schauplatz ‚zuwenden 
wird, um die USA dort in ganz besonde- 
'er Weise zu binden, woraufhin Moskau 
Nest-Europa um so stärker unter Druck 
;‚etzen könnte, . 
Robert G. Edwards 
nl 
‚en von 1937 gehört, verleugnet. tot ge- 
schwiegen, ausgelöscht. 
Seit langem laufen offizielle Stellen lei. 
ler vergeblich dagegen Sturm, Aber über 
lie Sprache und ihren Gebrauch im Aus- 
and verfügen andere, Bei uns zu Hause 
‚ollten wir jedoch das tun, was richtig 
ınd notwendig ist; wir sollten Ostdeutsch- 
and und nicht Mitteldeutschland Ost- 
teutschland nennen. Auch die Bezeichnung 
Jstzone war in den letzten Tagen im 
Jayerischen Rundfunk zu hören. Sie ist 
zenau so töricht wie die Bezeichnung Ost- 
teutschland. 
In einem Brief, der in diesen Tagen dem 
Jayerischen Rundfunk aus dem Hörer- 
zreis zuging und der dem BdV in Ab- 
ichrift vorliegt, heißt es zu recht: „Es 
wäre geographisch unrichtig, z. B. Wei- 
nar oder Leipzig als ostdeutsche Städte 
zw bezeichnen, Nach wie vor versteht man 
ınter Ostdeutschland die Gebiete östlich 
ler Oder-Neiße-Linie. Ich bin der An- 
Riesengebirgsmaler Friedrich Iwan %* 
m Alter von 78 Jahren ist der schle- 
‚ische akademische Maler und Radierer 
Friedrich Iwan (aus Landshut gebür- 
tig) gestorben. Der Künstler, der seit 
nehreren Jahren in Wangen im Allgäu 
lebte, ist durch seine Darstellungen des 
?iesengebirges weithin bekanntgeworden. 
Schneekoppen-Wetterwarte droht ein- 
ustürzen. Das über 60 Jahre alte Ge- 
äude der Wetterwarte auf der Schnee- 
‚;oppe im” Riesengebirge „droht in jedem 
Augenblick einzustürzen“, heißt es in einer 
Aeldung der Zeitung „Glos Olsztynski“. 
Die zuständigen Kontrollargane hätten in 
len. letzten Jahren mehrfach die Schlie- 
yung des baufälligen Hauses beschlossen, 
edoch sei diese immer wieder durch 
‚köstspielige Reparaturen“ hinausgescho- 
jen worden. Abschließend schreibt die 
Zeitung, die Wetterwarte auf der Schnee. 
‚oppe sei die einzige dieser Art zwischen 
jen Alpen und dem Tatra-Gebirge. 
CAT 
Drgan der Landsmanaschaft SS der Oberschlasier e. V. 
x KR en 
Hnzige oberschlesische Zeitung Im. Bundesgebiet. 
Jerausgeber: Die Landsmannschaff ‘der 
Oberschlesier e, V., Bundesverband Bonn 
4, Rhein, Kaiserstr; 173 — Verantwortlich für 
jen Gesamtinhalt: J. K. Gorzolla in Wies- 
)aden, Herausgeber der „Bielitz-Bialer Bes- 
didenbriefe, der Kreisblätter' für. Groß- 
;trehlitz; Loben-Guttentäg, Rosenberg O/S, 
owie des‘ „Königshütter Heimatblattes“, des 
Laurahütter Heimatblattes“ . des‘ „Tarnawit- 
zer Kreisblattes“ des Hindenburger Heimat- 
priefes“ - des. „Neuen oberschlesischen. Wan- 
lerers“ und der „Oppelner Zeitung”. Erwin 
Chmielorz, Wiesbaden, Wilhelmstr. 42. 
Schriftleitun g : „Unser Oberschlesien“: 
Igon Maschler, Wiesbaden, Wilhelm- 
Jauff-Straße 8, Telefon 423349. 
Verlag: Druck- und Verlagshaus Chmielorz, 
Niesbaden, Wilhelmstraße 42, Telefon 396 71, 
Fernschreiber: WBN 04-186 648, 
S>ostscheckkonto: 7490 Frankfurt am Main, 
Druck: Pressehaus Geisel Nachf., Wiesbaden, 
Bahnhofstraße 33. Telefon 3720 81-83, 
Unser Oberschlesien“ erscheint zweimal im 
Aonat,. Bezugspreis beim Bezug. im Post- 
jeitungsdienst monatl. 2,20 DM einschließlich 
0 Pf. Beförderungs. und Vermittlungs- 
‚ebühr im Streifbandbezug monatl. 2,20 DM 
üinschließlich Porto und „Versandkosten. 
zur Zeit gilt Anzergenpreis(iste Nr, 3. — 
Artikel, die mit dem Namen des Verfassers 
ıder seinen Initialen gezeichnet sind, stellen 
lie Meinung des Autors dar, nicht aber un- 
‚edingt die Meinung des Verlages und der 
tedaktion, Unverlangt eingesandte Manu- 
‚kripte können. nur zurückgesandt werden, 
venn. Rückporto beiliegt. Bei Störung durch 
öhere Gewalt keine Ersatzansprüche, 
Anzeigenverwaltung beim Verlag in‘. 
Wiesbaden, Wilhelmstraße 42, . 
ee nn 
Redaktionsschluß für. die nächste 
Ausgabe ist der 6, Februar 1967 
KL = 
Rangordnung bei den Staatsausgaben 
Ausgleich der. Kriegsfolgen muß den Vorrang vor allem haben‘ 
Mit einigen Bedenken stehen die Ver- 
vijebenen der neuen westdeutschen Wirt- 
‚chaftspolitik gegenüber. Die deflationisti- 
che. Geldpolitik der ‚letzten eineinhalb 
rahre führte zwar zu gewisser Preisbe- 
uhigung und zu einer erfreulichen Stei- 
‚erung der Arbeitsmoral. Sie wurde aber 
»rkauft mit zahlreichen Konkursen und 
‘er halben Million Arbeitsloser. Als die 
ıchwächsten Glieder ihrer Gruppen stell- 
en die Vertriebenen in beiden Fällen 
»nen überverhältnismäßig großen An- 
‚eil. Die’ nete nicht restriktive Geldpoli- 
ik der neuen Regierung birgt, zu unvor- 
ichtig gehandhabt, den Rückfall in die 
nflationistische Entwicklung der frühe: 
‚en Zeit in sich. Gewiß bedeutet die Rück. 
sehr zur Hochkonjunktur volle Kassen 
dei Bund und Ländern und damit auch 
für die Vertriebenen die Chance, Haus- 
naltsmittel für die Eingliederung 
A erhalten. Aber die Hauptentschädi- 
zungsberechtigten und die WUnterhalts- 
lilfeempfänger sind Leidtragende einer 
nflationistischen Pohitik, (Die seit 1957 
‚orgenommenen Erhöhungen der Haupt- 
ntschädigung gleichen noch nicht einmal 
lie seitdem eingetretene Geldentwertung 
us!) Zur Wiedergesundung von Wirt. 
chaft und Finanzen ist also das rechte 
Aaß zwischen deflationistischer und infla- 
ionistischer Geldpolitik erforderlich 
;parsamkeit der Öffentlichen Haushalte 
nuß die oberste Devise bleiben. Spar- 
jamkeit darf jedoch nicht soziale Demon 
tage heißen. Auch die Vertriebenen. be- 
tennen sich gegen das. „Gießkannen“- 
jystem, Der Grundsatz der Vorrangigkeit 
ler Förderung in Fällen der unverschul- 
leten Not muß .‚ehern aufrechterhalten 
»leiben. Die Haushaltsmisere sollte in 
arster Linie durch eine Neufestsetzung 
der Rangordnungen bei den Staatsaus- 
jaben gelöst werden, Bei dieser Neufest- 
setzung‘: muß — jede Einordnung wäre 
ainer zivilisierten Nation unwürdig — 
ler- Ausgleich der Kriegslasten vor allen 
ijeuen sozialen Bestrebungen den Vorrang 
ı1aben. Dieser Grundsatz, zu dem sich 
ıöoch vor einem Jahrzehnt alle Parteien 
— nicht nur in Worten — bekannten, muß 
Meder Geltung erhalten. 
'’Wenn unter diesem Motiv die Ankündi. 
zung der neuen Regierung, die Kriegsfol- 
sengesetzgebung‘ zum Abschluß zu brin- 
zen, steht, kann man den Plänen des Ka- 
jinetts Kiesinger durchaus zustimmen, 
wenngleich in manchen Bereichen aus rein 
jachlichen Gründen in den nächsten drei 
"ahren ein Schlußgesetz noch nicht mög- 
ich sein wird, Wenn aber nicht die Sorge 
ım die Erfüllung der berechtigten Forde- 
‘ungen der Kriegsgeschädigten groß ge- 
ichrieben werden soll, sondern man nuı 
las Probelm schnell ung billig vom Tische 
aaben möchte, ist einige Wachsamkeit ge- 
doten. Dr. Hans Neuhoff 
m. 
Verdienstvolle Söhne unserer Heimat 
Dominikus Schleupner-Neisse schuf das Meßopfer ab 
Dominikus Schleupner, in der 2. 
3älfte des 15, Jahrh. geboren als Sproß 
2iner bekannten Neisser Goldschmiede- 
'amilie, wurde erstmalig 1506 bekannt als 
Votar der bischöflichen Kanzlei in Bres- 
au. Seit 1513 war er Kanonikus an der 
Zreuzkirche der ‚schlesischen Metropole 
ınd 3 Jahre darauf am Dom. 1519 ließ 
»r sich in Wittenberg immatrikulieren. 
Nach Z Semestern kehrte er mit Briefen 
uthers und Melanchtons, die an den 
3reslauer Bischof addressiert waren, nach 
3reslau zurück, wobei er noch weitere 
Schreiben an Domherrn Wittiger und Hess 
ibergab, Im Winter 1520/21 reiste er nach 
Leipzig. Im Jahre darauf veranlaßte Lu- 
her seine Versetzung an die Nürnberger 
Sebalduskirche, an der er der erste evan- 
selische Prediger‘ .wurde.. In Nürnberg 
vurde er auch schriftstellerisch bei der 
Zinrichtung des evangelischen. Kirchen- 
vesens tätig. Im März 1525 bekannte er 
jich feierlich und in aller Öffentlichkeit 
jur Reformation; hier hielt er. auch seine 
Sröffnungsrede und übergab dem Rat deı 
Stadt ein Gutachten über die Abend- 
nahlsfeier und die Abschaffung der Mes- 
je, das die Genehmigung. und Billigung 
.uthers fand. 1533 ging er als. Prediger 
an die Katharinenkirche, Er starb am 2. 2. 
1547 vor 420 Jahren in Nürnberg. 
Domdechant Franz Peschke 
Franz Peschke, geboren am 2. 2. vor 
‚60 Jahren in. Röwersdorf hart an der 
österreichisch- schlesischen Grenze von 
ashedem, wurde 1833 zum Priester geweiht 
ınd 9 Jahre später Kuratus an der Bres- 
auer Antoniuskirche, 1849 wurde er Be- 
1efiziat der Kurfürstlichen Kapelle der 
‚schlesischen Hauptstadt. Später zum 
Aaictl. Rat ernannt, berief ihn der Bi- 
ıchof zum Notarius apostolicus. 1854 wur- 
le er zum residierenden Domherrn in- 
;taliert. Kurze Zeit darauf übernahm er 
len Rat des Generalvikariats und der 
zeheimen Kanzlei. 1868-1876 fungierte er 
ıls Bistumsoffizial und wurde 1876 zum 
Bistumsoffizial ernannt. Am 17. Septem- 
er 1880 ist er verstorben. 
Zahnspezialist L. H. Holländer 
Ludwig Heinrich Holländer wurde 
ım 4. Februar 1833 in Leobschütz 
jeboren und studierte in Würzburg und 
3reslau Medizin. Hier erhielt er erste 
Anregungen zu seinem späteren Spezial- 
ach, der Zahnheilkunde. 1856 mach- 
e er seinen „Doktor“ auf diesem Gebiete 
Jun ging er für mehrere Jahre nach Süd- 
ıfrika, kehrte 1873 nach Deutschland zu- 
:ück und habilitierte sich in Halle für 
Zahnheilkunde. Fünf Jahre später wurde 
ır dort Professor und später Direktor des 
‚eugegründeten zahnärztlichen Instituts. 
381 erhielt er einen Ruf nach Genf, den 
ır ablehnte, 1866/67 veröffentlichte er eine 
zZeihe von Aufsätzen in Fachzeitschriften 
iber die Ergebnisse seines 8jährigen 
\ufenthaltes in Südafrika. Am 14. 3. 1897 
°t er in Halle verstorben. 
Zhrenbürger von Gleiwitz: OtHo Niedt 
Schon frühzeitig kam der in Rothen- 
yurg in der Oberlausitz geborene Otto 
Viedt nach O/S. Nach seinem Studium 
les Eisenhüttenwesens wurde er Hütten- 
assistent in der Marthahütte bei Kaftto- 
witz, wo er auch bald zum Direkto: 
avancierte, 1896 wurde er technischer Lei- 
er der Huldschinsky-Hüttenwerke in 
z3]leiwitz. Hier konnte er eine Reihe 
von Neuerungen, Erweiterungen und Ver. 
rollkommnngen in der Produktion So- 
vohl, wie in der Verarbeitung durchfüh- 
‚en in der Priegnitz, der als eifriger Mit- 
ıbreiter von Reden und von Heinitz bald 
r Oberschlesien Eingang fand. Dessen 
john Johann Wilhelm Wedding, 1798 ge- 
Joren, wurde 1824 in die Ministerialbau- 
zommission nach Berlin berufen. Er war 
2s, der empfahl, das Kohlenoxydgas zu 
verfeuern ung auf die Verwendung der 
Hochofengichtgase das Augenmerk zu 
richten. Als Fabrikenkommissionsrat baute 
zr u. a. das Eisenhüttenwerk zu Laura- 
2ütte und leitete 1853-1854 die Berliner 
Staatsdruckerei, 1866 wurde er zum  Ober- 
cegierungsrat ernannt und starb am 6. 
Februar 1872 zu Berlin. Sein Sohn Johann 
Wilhelm Wedding machte sich einen be- 
leutenden Namen als Lehrer der Eisen- 
aüttenkunde an der Bergakademie und 
der Techn. Hochschule zu Berlin, 
Josef Mosler Hannover 
Gleiwitzer Künstler in Greifs 
i K in Greifswald 
Zum Tode des Malers und Bildhauers Erich Johannes Gotschlich 
In Gleiwitz am 21, 9. 1892 als Sohn des 
Gärtners G. geboren, starb E. J. Gott- 
ıchlich am 3. 12. 1966 in Greifswald 
ın einem Herz- und Kreislaufschaden im 
Alter von 74 Jahren. Mit ihm ging ‚einer 
ler bekanntesten ung _eigenwilligsten 
»berschlesischen Kunstmaler zu Grabe, In 
jestalt klein und etwas verwachsen wie 
Wax. Hermann — Neisse, war er doch 
:tets humorvoll und zu tollen Streicher 
ıufgelegt. - 
Nach dem Besuch des Gymnasiums Sei- 
1er Vaterstadt ging er 1910 auf die Kunst- 
ıkademie nach Breslau, wo er bis zu de- 
‚en Schließung 1916 blieb. Seine Lehrer 
vären zunächst Professor Busch und Pro- 
essor Karl Ernst Morgenstern, der. die 
jommersemester mit seinen Schülern in 
Irummhübel verbrachte. Zuletzt war 
nitschlich bei Prof Pölzig. 
Nach dem Besuch der Kunstakademie 
lieb er mit seiner Schwester bis zur 
7ertreibung am 5. 9. 45 in Gleiwitz, Wer 
hn damals sprechen wollte, traf ihn mei- 
tens im Künstlercafe@ Schnapka am Wil- 
ı1elmsplatz. 
E. J. Gottschlich hat vielerlei Skizzen, 
zemälde, Illustrationen, Vignetten und 
/lastiken geschaffen. Meine ersten drei 
3ücher hat er illustriert, davon das Mär- 
hen „Der Riese vom Huhlberge“ in 1. 
\uflage in ganz persönlichem Stil, den er 
ıuch bei anderem Buchschmuck beibehielt, 
o daß man seine Bilder sofort erkannte. 
Damals gingen wir — wir waren Jugend- 
'reunde — auf der Wilhelmstraße für 
ıns Reklame, er, der Kurze, neben mir, 
lem Langen. 
Sein Hauptwerk ist wohl der mehrere 
3ilder umfassende Totentanz in der Halle 
les neuen Friedhofs zu Gleiwitz, Er war 
nehr Landschafter als Porträtist. Leider 
bt es kein Verzeichnis seiner Schöp- 
‚ungen und ihre Besitzer sind meist un- 
bekannt. An Landschaften . schuf G. aus 
ler näheren Heimat u, a. Der Annaberg, 
Jolzkirchen, Der erste Stern, Himmel und 
Irde, Müde Wolken, Wolkenstudien, das 
Jinauflangen in die Höhe, waren Sein 
„jeblingsthema, 1921 entstand in Greifs- 
wald das besonders gut. gelungene Ge- 
nälde „Ein Sommertag im Greifswalder 
Bodden“. 
Hervorzuheben sind noch seine‘ Vignet- 
‚en, Sie wurden von der Presse als wahre 
Perlen deutscher Kleinkunst bezeichnet, 
wa Salome und Heiße Nächte nach 
nem Gedicht von Li T’ai po. Besitzerin 
st Frl. Pistulla, Düsseldorf, 
Als Bildhauer schuf Gottschlich viele 
Porträts, z. B. von. Musikdirektor Schwei- 
hert, Alfons Hayduk, . Rechtsanwalt 
Herrnstadt. Der unselige Krieg mit sei- 
aen Folgen machte dem Schaffen Gott- 
ichlichs ein Ende,. Auf der Flucht, durch 
Krankheit seiner Schwester unterwegs 
'‚estgehalten, kamen beide geschwächt auf 
Jmwegen verhungert nach Greifswald, wo 
hnen Bürgermeister Rauh, ein Gleiwit- 
zer, eine Wohnung verschaffte, Gern 
wären beide nach dem Westen gegangen, 
aber niemand nahm sie auf. 
Schon das ganze Jahr 1986 war Gott- 
schlich kränklich, bis der Tod ihn er- 
reichte, Seine alleinstehende Schwester 
Klara G. wohnt in 22 Greifswald, Pom- 
mern, Stralsunder Straße 23. Wer denkt 
einmal an sie? 2 
Hugo Eichhof 
Oberschlesier zum Professor ernannt. Der 
Privatdozent an der Universität Würz- 
burg, unser Landsmann Dr. theol. habil. 
Hubertus Mynarek, ist am 20. Dezem. 
ber 1966 zum Professor an der Staatlichen 
Philosophisch-Theologischen Hochschule 
Bamberg ernannt werden
	        

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Unser Oberschlesien. Senfkorn-Verl., 1951.
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