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Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1992-051

Bibliografische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1992-051

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft
Publikationsort:
Frauenfeld
Verlag:
Ges.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407647066
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1992-051
Veröffentlichungsjahr:
1992-051-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407647066_1992_051

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft
  • Mitteilungen der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1992-051

Volltext

1. Einleitung 
In der Hoffnung, alte Meldungen einiger selten gewordener Schmetterlingsar 
ten im Thurgau bestätigen zu können, begann ich im Frühjahr 1988 die Be 
arbeitung des Hudelmooses an Tag- und Nachtexkursionen. Besonders 
nachts half mir Kollege Hansjörg Brägger aus dem nahe gelegenen Amris- 
wil. Oft war er auch allein unterwegs und überliess mir seine Ergebnisse. 
Von den Kleinschmetterlingen nahmen wir Belege mit und gaben sie Kurt 
Grimm in Ermatingen zur Bestimmung. 
Schon bald musste ich erkennen, dass die Schmetterlingsfauna im früher 
als Paradies geltenden Hudelmoos heute sehr arm geworden ist. Am deut 
lichsten zeigte sich dies an einem vom Wetter her idealen Sommertag, als 
ich an einem ganzen Nachmittag nur neun Arten beobachten konnte, wäh 
rend ich am Vortag bei gleichem Wetter an einem Autobahndamm über 
dreissig festgestellt hatte! Mögliche Ursachen des alarmierenden Rück 
gangs der Schmetterlinge in einem Naturschutzgebiet wie dem Hudelmoos 
will ich weiter unten darzustellen versuchen. 
Den früheren Artenbestand im Hudeimoos erfahren wir in MALICKY (1965) 
und BLÖCHLINGER (1985). Zusätzlich erhielt ich Belegdaten von Kollegen 
des Entomologischen Vereins Alpstein: Peter Bertschinger, Ermatingen, 
Ernst Brauchli, St.Gallen, Albin Bischof, Chur, Dr.Janett Florin, St.Gallen, 
Hans Helfenstein, Steinebrunn und Dr.Walther Keller, St.Gallen. Ihnen allen 
danke ich für ihre Mühe herzlich. 
Besonderen Dank gehört Hansjörg Brägger und Kurt Grimm. Ohne ihre tat 
kräftige Mithilfe beim Sammeln und Bestimmen hätte ich diese Arbeit nicht 
machen können. 
2. Liste der festgestellten Schmetterlingsarten und Vergleich mit frü 
heren Angaben 
In der Nomenklatur der Arten (Tabelle 2) folge ich LERAUT (1980), teilweise 
korrigiert nach neuerer Literatur. Soweit deutsche Namen allgemein bekannt 
sind, werden sie in den Bemerkungen aufgeführt. In den einzelnen Familien 
erscheinen die Arten in alphabetischer Reihenfolge. 
Über die im Hudelmoos in den Jahren 1958-1960 festgestellten Schmetter 
linge existiert eine Liste von MALICKY (1965). Die in ihr enthaltenen 295 
Arten werden mit den Original-Häufigkeitsangaben (+ = festgestellt, h = 
häufig) als eigene Kolonne in die Liste aufgenommen (Tabelle 2). 
Wenn wir die Funde Malickys (Kolonne B in Tabelle 1) mit unseren verglei 
chen (Kolonne D), stellen wir fest, dass beide Listen ein ungefähr gleiches 
Artentotal aufweisen, was auf den ersten Blick auf eine ähnliche im Ver 
gleich mit der Kolonne A ziemlich lückenhafte Bearbeitung hinweist. Be 
trachtet man jedoch die Zahlen in Klammern, sieht man, dass wir einerseits 
rund hundert von Malicky festgestellte Arten nicht gefunden haben, anderer 
seits aber ebensoviele Arten finden konnten, die in seiner Liste fehlen. Mit 
grösser Wahrscheinlichkeit waren fast alle von uns gefundenen Arten je 
doch schon damals vorhanden. Wie viele der von uns nicht mehr nachge- 
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Mitteilungen Der Thurgauischen Naturforschenden Gesellschaft 1992-051. 1992-051-01.
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