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15. Jahrgang (1878)

Bibliographic data

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Title:
15. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1878

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Januar
Volume,Issue,Number:
1

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Overall index
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

gespart die bei Gelegenheiten wo die Boote gebraucht werden sollen h�utig sehr kostbar ist. Die Aufh�ngepunkte imBoote k�nnen ohne Nachtheil fast bis um die ganze Ausladung der Davids von den Enden entfernt werden und ist es sogar zweckm�ssig sie nicht so dicht an den Enden zu w�hlen wie es h�ufig geschieht. Die Entfernung der Drehpunkte der Davids wird dann etwas gr�sser gemacht und zwar erf�hrt man genau um wie viel wenn man sich das Modell des Bootes aus Papier schneidet die beiden Davids ebenfalls durch Papierstreifen darstellt und nun indem man diese mit dem Boote durch Heftzwecken verbindet ausprobirt wie weit die an- deren Enden der Papierstreifen auseinander gestreckt werdeu m�ssen um ein Hindurchschieben des Bootes ohne Verbiegen des Papieres zu gestatten. F. Zur deutschen Kohlenausfuhr. Finanzielle Bedeutung derselben f�r die deutsche Rhederei. Von den verschiedensten H�fen der deutschen K�ste laufen �bereinstimmende Berichte ein nach we l c h e u d i e E i n f u h r d e r e n g l i s c h e n K o h l e i m A b - nehmen die Ausfuhr und der Verbrauch deutscher Kohlen in Zunahme begriffen ist. Von Bremen dessen Verwendung deutscher Kohlen auf den grossen Dampfer- linien schon seit mehr als einem Jahrzehnt datirt und welches schon seit Jahren f�r Fabriken und Privat- gebrauch sich �berwiegend deutscher Kohlen bediente hat sich der Verbrauch jetzt auch nach Hamburg verschiedenen bedeutenden Ostseeh�feu und ganz besonders nach den Emsh�fen ausgebreitet welche letztere seit Jahresfrist ansehnliche Quantit�ten nach dem Norden anstatt Ballast ausf�hrten. So gingen beispielsweise in den ersten 4 Monaten v. J. von Papenburg allein in 20 Schiffen 4000 Tons seew�rts und zwar zum weitaus gr�ssten Theil n�mlich I 3080 Tons nach Petersburg und Riga. Von Emden gingen in derselben Zeit mit westf�lischer Kohle 2 Schiffe von je 100 Last theilweise in Ballast nach Petersburg und Riga und 1 Schiff mit 60 Last nach K�nigsberg in Preussen. Von Hamburg wurden w�hrend der genannten 4 Monate an westf�lischer Kohle 28000 Tons an grosse transatlantische Dampfer geliefert 1690 theils in ganzen Schiffsladungen theils in Ballast meist nach China und 70 Tons nach Spanieu exportirt. Hand in Hand mit diesen privaten Anstrengungen gehen die Bem�hungen der Regierungen verbesserte Ladevorrichtungen f�r die Ausfuhr der Kohlen seew�rts herzustellen. Die Westf�lische Eisenbahn hat 2 Dampfkr�hue und 8 eiserne Ladek�bel f�r Papenburg aufgestellt um gleichzeitig eine gr�ssere Anzahl Kohlenwagen zu entl�schen. Ferner wird auf dem Bahnhof Leer eine trichterf�rmige Entladevorrichtung �hnlich wie solche am Duisburger Hafen und am Rheinufer bei Deutz vorhanden sind hergestellt und zu gleicher Zeit zu Emden wo die f�r den Verkehr mit den Schiffen bestimmten Geleise rechtwinklig zur Kaimauer und sonach ung�nstig f�r die Entladung von Kohlenwagen liegen ein mit der Kaimauer arallel laufendes Geleise auf dem die Wagen von Ser Seite aus entladen werden k�nnen in Angriff genommen. An der Weser soll die Oldenburgische Regierung sich entschlossen haben die ganze neue Dockanlage zu Nordenhamm lediglich zu einem Kohlenhafen einzurichten. Aus Nordenhamm ein deutsches Cardiff zu machen d�rfte kein zu hoch gesteoktes Ziel sein wenn auch die englischen Kohlenpreise wie seit 1873 im steten Sinken um etwa 40 von 1873 77 be- griffen bleiben. Von welcher grossen Bedeutung f�r die deutsche Rhederei und speciell f�r die oldenburgische welche als Frachtfahrerin in fremdem Dienst vorzugsweise auf Kohleuausfrachten angewiesen ist die Ko hlen- ausfuhr aus deutschen H�fen ist davon nur einige Beispiele. Bislang gehen sehr viele unserer Schiffe in Ballast aus nach Cardiff Dauer der Reise p. p. 14 Tage laden dort Kohlen in p. p. 4 Wochen f�r ca. 12 sh. wie jetzt die Frachten stehen nach West- indieu oder 22 sh. nach der Westk�ste Iquique. Die Ausreise der Schiffe wird dadurch zun�chst um 43 Wochen verl�ngert weil der Zudrang der Schiffe in den englischen Kohlenh�fen so sehr gross ist und weil die Chancen der Hin- und Ausreise in Betracht kommen zu dieser Vermehrung der Kosten f�r Unter- halt und Gage kommt die verl�ngerte Gefahr des Aufenthalts in den engen Gew�ssern wonach ja we- sentlich die Assecuranz-Pr�mie sich richtet ferner die englischen Hafen- Fuer- etc. -Kosten und die h�heren Preise der englischen Kohlen selber. Diese Umst�nde zusammen bewirkten dass z. B. diesen So mmer di e Ol d . Ba r k Di a n a Ka pt . Br u n s es vorzog lieber ab Brake direct mit deutschen Kohlen f�r 7 sh. nach St. Thomas zu fahren als f�r 12 sh. via Cardiff und dass noch k�rzlich die Vineta Kapt. Schweichel 17 sh. f�r deutsche Kohlen ab Geestem�nde lieber nahm als 22 sh. via Cardiff nach Iquique. Es folgt daraus dass deutsche Schiffer 45 sh. Unterschied f�r direkte Fahrt statt der �ber Englische Kohlenh�fen rechnen und dass also diese Ersparniss per Tonne bislang von uns gewissermassen ins Wasser geworfeu resp. unsern englischen Kon- kurrenten zugef�hrt wurde. Zur Geschichte der K�stenbefeuerung in Frankreich. Das Journal officiel nahm k�rzlich Veranlassung eine kurze Uebersic ht �ber die Ent wic kelung der franz�sischen K�stenbefeuerung zu geben der wir nach dem M. d. 1. Fl. Folgendes entnehmen. Im Jahre 1791 wurde auf dem ber�hmten Leucht- thurm von Conluan in der Garonne-M�ndung der erste Reflex-Apparat aufgestellt eine Erfindung des I n g e n i e u r s T e u l e r e d e m d e r Ge l e h r t e B o r d a s e i n e Unterst�tzung zugewendet. Das neue System b�rgerte sich bald �berall ein. Im Jahre 1823 ward der erste Linsen-Apparat nach dem System Fresnel aufgestellt eine bl�hende von Paris fast monopolisirte Industrie kn�pft sich an diese Erfindung da von dort aus 3 grosse Werk- st�tten die ganze Welt mit ihren Arbeiten versehen die sich �ber alle Arten von Feuern ausdehnen. Zu diesen Feuern trat in den letzten Jahren noch das electrische Licht das ausser in Frankreich auch noch in England Russland Aegypten einge- f�hrt ist. Auch die Verwendung der Mineral-Oele geh�rt der Neuzeit an da erst vielfache sorgf�ltige Versuche vorangehen mussten bis es mit sicherer Wirkung auf Leuchtth�rraen verwandt werden konnte. Seine Ein- f�hrung datirt ab 1873 sie ward begleitet von einer Ersparniss von 32 an den Kosten des bisher ge- brauchten Oeles und schaffte 45 mehr Helligkeit nach dem Horizont welche Zahlen Dank dem Weichen der Preise und in Folge vielfacher kleiner Verbes- serungen auf 34 resp. 44 gestiegen sind. Nicht minder grossartig war die Vermehrung der Leuchtfeuerstellen an den K�sten. Im Jahre 1823 z�hlte man an Frankreichs K�sten 15 Feuerth�rme verschiedener Ordnung 1 2 gemauerte und eine beschr�nkteAnzahl h�lzerner Seezeichen jetzt strahlen von demselben Litoral 367 Feuer worunter 22 Feuer B 6 9

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